Mittwoch, 2. Juni 2004

Große Umfrage: Feuerwehrleute sind die vertrauenswürdigsten Österreicher!

  • Berufsgruppe Politiker im abgeschlagenen Feld
  • Fußballtrainer, Autoverkäufer sind besonders suspekt

Österreichs Feuerwehrleute sind der vertrauenswürdigste Berufsstand im Land. 97 Prozent haben ihren Florianijüngern in einer Studie von Reader's Digest ein "sehr hohes" bzw. "ziemlich hohes" Vertrauen ausgesprochen. Auf den weiteren Plätzen folgten Apotheker Krankenschwestern, Piloten und Ärzte.

Die Untersuchung von Reader's Digest wird in 14 Ländern durchgeführt. In Österreich nahmen mehr als 1.000 Personen an der Umfrage teil, in ganz Europa waren es 28.067. Der Bereich des Sports wurde erstmals "abgeklopft": Und prompt bildeten Fußballtrainer und -manager gemeinsam mit Immobilienmaklern und Politikern das Schlusslicht. Dagegen konnten sich Schiedsrichter im Mittelfeld behaupten.

Einziger kleiner Wermutstropfen für die österreichischen Feuerwehrleute: Erzielten sie im Vorjahr noch den europäischen Spitzenwert unter allen untersuchten Berufsgruppen, blieben sie dieses Mal einen Prozentpunkt hinter dem Ergebnis ihrer Kollegen in Frankreich und Finnland zurück.

Apotheker und Krankenschwestern folgen auf Platz zwei und drei mit jeweils 93 Prozentpunkten. Auch Piloten und Ärzte zählen mit 90 bzw. 88 Prozent zu den Top fünf der heimischen Berufe.

Politiker schneiden schlecht ab
Die rote Laterne unter den 15 untersuchten Berufen tragen Politiker (elf Prozent), Autoverkäufer sowie Fußballtrainer und -manager (jeweils 20 Prozent). Politiker sind auch europaweit mit nur einem Zehntel "Vertrauensvorschuss" die Schlusslichter.

Die rot-weiß-roten Lehrer genießen ein deutlich größeres Vertrauen als ihre deutschen Kollegen (59 Prozent). Mit einem Wert von 70 Prozent liegen sie nahe dem europäischen Pädagogen-Durchschnitt (76 Prozent). (apa/red)

2.6.2004 11:24