Kein ständiger EU-Kommissar mehr? Österreich mit Forderung "isoliert"
- EU-Staaten wollen Zahl der Kommissare reduzieren
Der ständige EU-Kommissar aus Österreich könnte schon bald der Vergangenheit angehören. Zu Beginn der Verfassungs-Verhandlungen standen die 19 kleineren EU-Staaten noch hinter Österreichs Forderung "Ein Kommissar pro Land". Jetzt scheint sich das Blatt gewendet zu haben.
"Erst sprangen die Benelux-Länder ab", berichtet die "Presse" unter Berufung auf Wiener EU-Experten, "später immer mehr Osteuropäer, nun auch Finnland und die EU-Kommission."
Nachdem sich fast alle EU-Staaten für eine Reduzierung der Zahl der Kommissare ausgesprochen hätten, werde die Bundesregierung zwar noch einmal dafür kämpfen, dass jedes Land ständig einen Kommissar haben soll, schreibt das Blatt. Österreich dürfte mit dieser Position jedoch "ziemlich isoliert" sein.
(apa/red)
