Dienstag, 1. Juni 2004

Pensions-Harmonisierung: Bartenstein hält ÖGB-Modell für "durchaus sinnvoll"

  • Indirekte Akzeptanz der abgelehnten Stichtagsregelung

Die ÖVP geht offenbar von ihrer bisherigen Linie in der Frage der Harmonisierung der Pensionssysteme ab. Wirtschaftsminister Bartenstein bezeichnete am Dienstagabend das vom ÖGB vorgeschlagene Modell der Parallelrechnung für den Übergang als "durchaus sinnvoll".

Mit der Parallelrechnung, so Bartenstein Dienstag in der "ZIB1" würden die im alten System verbrachten Zeiten und jene im neuen System berechnet und dann anteilig zugeordnet. Damit akzeptiert Bartenstein indirekt auch die bisher von der ÖVP abgelehnte Stichtagsregelung, wonach ab einem bestimmten Stichtag - Ziel ist der 1.Jänner 2005 - alle im neuen System sein sollen.

Bisher hatte sich die ÖVP dafür ausgesprochen, dass das neue System nur für die Unter-35-Jährigen gelten sollte. Zuletzt war auch eine Mischvariante ins Spiel gebracht worden, wonach es für die 35- bis 55-Jährigen Übergangsfristen gegeben hätte und die über 55- Jährigen im alten System geblieben wären.

Bartenstein stimmte nun der Frage zu, ob sich alle Menschen bis zu einem Alter von 50 oder 55 auf das neue System einstellen werden müssen. Ein konkretes Alter nannte der Wirtschaftsminister noch nicht. Die Altersgrenze sei noch nicht ausdiskutiert.(apa)

1.6.2004 20:24