Finne drohte Fischler mit Elchgewehr zu erschießen: Wüterich nun vor Gericht
- Wegen befürchteter Nachteile durch Agrarreform erbost
- Gefängnisstrafe wegen gefährlicher Drohung beantragt
Gegen einen finnischen Bauern und Gemeindefunktionär in der mittelfinnischen Ortschaft Laihia ist der Prozess eröffnet worden. Er hatte im vergangenen Herbst telefonisch damit gedroht, EU-Landwirtschaftskommissar Franz Fischler mit dem Elchgewehr zu erschießen. Fischler befand sich damals auf einer Vermittlungsreise in Finnland, wo er für die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU warb. Fischler wurde in Seinäjoki damals mit ein paar Hundert Demonstranten konfrontiert, die sich um ihre Förderungen sorgten.
Laut Nachrichtenagentur STT hatte der angeklagte Finne am Vorabend des Fischler-Besuches im vergangenen Oktober zunächst versucht, Land- und Forstwirtschaftminister Juha Korkeaoja und dessen Berater telefonisch zu erreichen.
Als dies nicht gelang, hinterließ der Mann eine Nachricht via Anrufbeantworter, in dem er unter anderem mit der Erschießung des EU-Kommissars drohte. Der Staatsanwalt beantragte eine bedingte Gefängnisstrafe wegen gefährlicher Drohung. Das Urteil wird am 11. Juni erwartet. (apa/red)
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