Montag, 24. Mai 2004

Geeichte Geräte gegen geeichte Trinker: Der Alkomat feiert seinen 18. Geburtstag!

  • Im Vorjahr bereits insgesamt 1.660 Geräte im Einsatz
  • Neue Alkohol-Vortests sollen mehr Sicherheit bringen

Seit 18 Jahren sind in Österreich Alkomaten im Einsatz. Die bundesweite Verwendung startete am 21. März 1988 mit zunächst 160 Geräten. Im Jahr 2003 waren es bereits 1.660 Geräte. Um jedoch die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern, sei es an der Zeit, Alkoholvortestgeräte einzuführen, stellte das Kuratorium für Verkehrssicherheit am Montag fest.

Die Vorteile des Alkomaten: Die Geräte sind einfach zu bedienen und liefern schnell ein Ergebnis. Der Exekutivbeamte hat sofort Gewissheit über das Vorliegen oder Nichtvorliegen einer Alkoholisierung. Eine ärztliche Blutanalyse kann oft erst längere Zeit nach der Anhaltung erfolgen, während eine Atemalkoholbestimmung innerhalb kürzester Zeit abgeschlossen ist.

Da im statistischen Durchschnitt jeder Fahrzeuglenker in Österreich nur alle 33 Jahre von der Exekutive auf Blutalkohol kontrolliert wird - bedingt durch den hohen personellen und zeitlichen Aufwand - gehen der Exekutive aber leider - so das Kuratorium für Verkehrssicherheit - immer noch zu viele Alkolenker durchs Netz. Diesem Problem wirkten die neuen Vortestgeräte entgegen. Können doch bei gleichem Personal- und Zeitaufwand mit diesen Geräten zumindest drei bis vier Mal so viele Lenker kontrolliert werden. Die sehr kleinen und handlichen Vortestgeräte könnten von jedem Exekutivbeamten ständig mitgeführt werden, seien jederzeit einsatzbereit, ein aussagekräftiges Messergebnis liege bereits nach ca. zehn Sekunden vor, hieß es.

"Das Bedürfnis nach Sicherheit im Straßenverkehr ist sehr groß. Vor allem aber haben alle Verkehrsteilnehmer ein Recht auf diese Sicherheit. Nur durch einen geringen Kostenaufwand für die Anschaffung der Alkoholvortestgeräte und eine Anpassung der StVO könnten zig Menschenleben gerettet werden", so Dr. Othmar Thann, Direktor des KfV. (apa/red)

24.5.2004 12:10