Freitag, 28. Mai 2004

Der Handel im Reisefieber: Nun hält auch KIKA nach Reisekunden Ausschau!

  • Nach Billa, Tchibo & Hofer ist nun Kika im Urlaubsfieber
  • FORMAT: Den Reisebüros stehen harte Zeiten bevor

Der Einzelhandel schnüffelt in fremden Branchen! Der neueste Trend wurde durch Billa, Tchibo und Co ausgelöst. Die bekannten Handelsketten stiegen in das Reisegeschäft ein und graben so den Reisebüros das Wasser ab. Nun ist auch KIKA auf diesen Zug aufgesprungen: Das Möbelhaus bietet ab sofort Reisen nach Ungarn, in die USA und in die Türkei an.

Traditionellen Reisebüros stehen harte Zeiten bevor! Nach Billa, Tchibo & Hofer steigt auch Kika in das Geschäft mit Urlaubsreisen ein. Erst kürzlich entschloss sich das Einrichtungshaus, in seinen 33 Filialen Reisen anzubieten. "Das Thema Urlaub ist evident, und wir haben eine jährliche Frequenz von sieben Millionen Kunden", erklärt Kika-Geschäftsführer Ewald Repnik, weshalb er nun nach Reise-Kunden Ausschau hält. Für die gesamte Abwicklung der Reisebuchungen ist Kika eine Kooperation mit dem deutschen Reiseveranstalter Berge & Meer, einer 75-Prozent-Tochter des TUI-Konzerns, eingegangen.

Kika ist nicht das erste Einzelhandelsunternehmen in Österreich, das in den heiß umkämpften Reisemarkt einsteigt. Den Anfang machte der Lebensmittelprimus Billa mit ITS-Billa-Reisen im Sommer 1999. Mittlerweile fliegen 100.000 Passagiere mit ITS, steuern zum Konzernumsatz einen Beitrag von 54,8 Millionen Euro bei, und laut Aussage von ITS-Boss Martin Fast verdient man seit zwei Jahren Geld. Mitte 2003 ist der Kaffeeröster Tchibo/Eduscho und im November der Diskonter Hofer ins Reisegeschäft eingestiegen.

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28.5.2004 15:51