Wellness-Eis für bewußtes Schlecken: Eis-Neuheit hilft bei Magnesiummangel!
- Grazer Stressforscher entwickelten das "Eis Plus"!
- Aber: Hemmungsloses Schlecken trotzdem ungesund!
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Wadenkrämpfe, Müdigkeit und Herzrhythmusstörungen auf Grund von Magnesiummangel - dem soll mit einer steirischen Innovation in Form von kühlen, wohlschmeckenden Kugeln, sprich Speiseeis, abgeholfen werden. Ein in Judenburg/ Strassengel angesiedeltes Unternehmen hat nun gemeinsam mit dem Radkersburger Institut für Stressforschung das "Eis plus" entwickelt, das mit Magnesium angereichert wird. Vertrieben wird das Gefrorene zunächst in zwei Eisgeschäften.
Eis als Ernährungsergänzung! Untersuchungen in den vergangenen Jahren haben ergeben, dass wir zu wenig Magnesium zu uns nehmen und dass dies selbst mit gesunden Lebensmitteln nicht ausreichend auszugleichen ist. Magnesium brauchen wir aber, um im Körper Energie umsetzen zu können.
Grazer Wissenschaftler haben nun ein Speiseeis entwickelt, das mit Magnesium angereichert ist und somit die Verbindung zwischen Genuss und Gesundheit herstellen soll.
"Magnesium schmiert den Energiemotor"
Magnesium gehört zu den wichtigsten Mineralien des Organismus. Als Elektrolyt ist es für ca. 300 Enzyme, die den Stoffwechsel regeln, sowie für die Weiterleitung von Nervenimpulsen zuständig und spielt eine große Rolle im Herz- Kreislaufsystem. Erhöhter Bedarf kann sich vor allem durch Sport und Stress ergeben. "Untersuchungen an hunderten Steirern in den vergangenen drei Jahren haben ergeben, dass die Magnesiumversorgung höchst unbefriedigend ist", so Sepp Porta vom Grazer Universitätsinstitut für Pathophysiologie, Leiter des Radkersburger Institutes für angewandte Stressforschung und Gesellschafter der "Porta, Lang & Kladnic KEG", die das Eis auf den Markt bringt.
Anstatt der Mindestmenge von 350 mg pro Tag nähmen die Steirer im Durchschnitt nur 280 mg zu sich: "Das ergibt auf die Dauer ein immer größeres Defizit", so Porta. Magnesiummangel beeinträchtige den Energieumsatz des Körpers sowie den Zuckerstoffwechsel, was sich u.a. in Muskelkrämpfen oder Müdigkeit äußern kann. Eine Eiskugel nach neuer Rezeptur enthalte hingegen 75 mg Magnesium zusätzlich und könne so Defizite ausgleichen.
"Bei gängigen Ernährungsgewohnheiten mit hohem Anteil verarbeiteter Lebensmittel wie Weißmehl- und Fertigprodukten ist die Gefahr einer suboptimalen Versorgung die logische Konsequenz", so Sandra J. Wallner, Ernährungswissenschafterin an der Medizinuni Graz. Dem häufigen Genuss von Speiseeis steht Wallner dennoch skeptisch gegenüber: "Speiseeis und andere Leckereien, die bekanntlich durch hohen Anteil an Zucker und Fett einiges an Kalorien - rund 80 bis 220 Kilokalorien pro 100 Gramm - beinhalten, sollten bewusst genossen werden".
Kinder kommen übrigens mit weit niedrigerer Magnesium-Zufuhr aus: "Der Tagesbedarf liegt bei ein- bis vierjährigen Kindern bei 80 mg, bei bis zu Zehnjährigen bei 170 mg", so Hermann Toplak, Stoffwechselexperte an der Grazer Medizinuniversität, auf APA-Anfrage. Zur Bedarfsdeckung empfiehlt Toplak den Verzehr von Brot, Erdäpfeln, Erbsen, Käse, Kohlrabi, Fisch, Geflügel, Leber, Bananen. Den Genuss von Speiseeis empfiehlt Toplak "hin und wieder, aber nicht täglich, und dann statt etwas anderem". Vertrieben wird das Eis ab sofort im Grazer Eisgeschäft Sax und von der Fernitzer Konditorei Purkarthofer.
(apa/red)
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