Schlechtes Zeugnis für Wellness-Drinks: "süß und teuer" statt gesund
- Test: Kein einziges Sprudelwasser bekam "sehr gut"
Ein Konsument-Test stellt Wellness-Drinks ein schlechtes Zeugnis aus: Sie sind "süß und teuer" statt gesund. Kein einziges der 48 getesteten Sprudelwasser bekam ein "sehr gut"! Die Noten "durchschnittlich" und "weniger zufrieden stellend" dominierten.
Wer glaubt, mit Wellness-Getränken einen gesunden und ernährungsbewussten Durstlöscher zu sich zu nehmen, der liegt falsch. Der neue Test des Verbrauchermagazins "Konsument" ist vernichtend. Die meisten dieser Getränke sind zu süß, zu teuer und die Werbeslogans der Produkte machen bezüglich Gesundheit nur falsche Versprechungen.
Kein einziges der 48 getesteten Sprudelwasser bekam ein "sehr gut". Eher dominierten die Noten "durchschnittlich" und "weniger zufrieden stellend". Laut Werbeslogans sollen die Durstlöscher für Wohlbefinden sorgen, doch in Wahrheit enthalten sie meist Konservierungsstoffe und Süßungsmittel. In sieben getesteten Wässerchen steckten sogar Farbstoffe, teilweise sogar mit Azo- Farbstoffen, die bei manchen Menschen Allergien auslösen können.
Die Wirkungsweise mancher Inhaltsstoffe ist laut "Konsument" unklar. Bei der Anfrage des Verbrauchermagazins bei den Herstellern wurde meist auf Berufung auf das Rezepturgeheimnis nicht viel verraten. Nicht zufrieden stellend war auch bei manchen Getränken die Kennzeichnung des Zuckergehaltes. Häufig wurde anstatt des normalen Haushaltszuckers Fruchtzucker verwendet, wobei die Gefahr besteht, dass man dem Ausdruck "Fruchtzucker" fälschlicherweise ein gesünderes Potenzial zuschreiben könnte. Insgesamt 13 Anbieter setzten Süßstoffe ein.
Mit Vorsicht zu genießen sind auch Getränke, in denen Koffein enthalten ist, - in Form von Guarana, Grüntee oder Mate. Für die meisten Menschen ist Koffein in den angegebenen Mengen unbedenklich, bestimmte Gruppen sollten jedoch genau auf den Konsum achten: Kinder, Personen mit Herzbeschwerden oder auch Schwangere.
Ein anderer wichtiger Bestandteil ist das Nitrat, das in allen getesteten Flüssigkeiten vorhanden war. Es wird vom Menschen vorwiegend über pflanzliche Lebensmittel und Trinkwasser aufgenommen, daher sollte in den sonstigen Getränken, die man zu sich nimmt, wenig Nitrat enthalten sein. (apa)
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