Freitag, 28. Mai 2004

Höhepunkt im Münchner Schmiergeld-Skandal: Haftbefehl gegen Alpine-Chef!

  • Aluta-Oltyan soll für Zuschlag 2,8 Mio. € gezahlt haben
  • Manager spricht von üblichen Provisionszahlungen

Knalleffekt im Schmiergeld-Skandal um den Münchner Stadion-Bau: Gegen den Chef der Salzburger Baufirma Alpine, Aluta-Oltyan, wurde Haftbefehl erlassen. Der Haftbefehl ist momentan "außer Vollzug" gesetzt, wie der Münchner Oberstaatsanwalt Anton Winkler am Freitagmittag in einem TV-Interview bestätigte.

"Es ist richtig, die Staatsanwaltschaft hatte einen Haftbefehl beim Amtsgericht München beantragt. Dieser wurde auch erlassen und zwischenzeitlich außer Vollzug gesetzt. Das heißt, er wird derzeit nicht vollstreckt. Unter Auflagen wurde er außer Vollzug gesetzt. Unter anderem musste Herr Aluta eine Sicherheitsleistung oder Bürgschaft erbringen. Des weiteren hat er Ladungen von Polizei oder Staatsanwaltschaft Folge zu leisten. Herr Aluta kann sich also frei bewegen und hat keine Sorge, dass der Haftbefehl vollstreckt wird - sollte er einmal nach Deutschland kommen", so Winkler im ORF.

Dem Alpine-Chef wird vorgeworfen, für den Zuschlag bei dem Münchner Stadion-Bau 2,8 Millionen Euro Schmiergeld gezahlt zu haben. Aluta-Oltyan spricht hingegen von üblichen Provisionszahlungen in Höhe von 1,4 Millionen Euro. (apa/red)

28.5.2004 13:46