Freitag, 28. Mai 2004

Warnstreik bei der Deutschen Post: Sechs Millionen Briefe und Karten bleiben liegen

  • Rund 900 Beschäftigte in Bayern im Ausstand
  • Birefe und Postkarten verspäten sich um einen Tag

Wegen eines Warnstreiks bei der Post sind in Bayern etwa sechs Mio. Briefe und Postkarten am Freitag nicht zugestellt worden. Rund 900 Beschäftigte legten nach Angaben der Gewerkschaft ver.di die Arbeit in den Briefniederlassungen nieder. Mit dem Warnstreik kurz vor der dritten Tarifrunde am 1. und 2. Juni in Münster will die Gewerkschaft den Druck auf die Deutsche Post erhöhen. ver.di fordert eine Einkommenserhöhung für alle Postmitarbeiter um vier Prozent und eine Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten.

Mit Transparenten und Trillerpfeifen versammelten sich hunderte Beschäftigte der Post vor den Briefniederlassungen in den großen Städten Bayerns und unterstrichen ihre Lohnforderung. "Der Post geht es hervorragend. Auch die Beschäftigten haben ein Recht, daran Teil zu haben", sagte ver.di-Sprecher Anton Hirtreiter.

Von dem Warnstreik waren fast alle Haushalte in Bayern betroffen. Die Briefträger stellten nur die Sendungen zu, die bereits am Vorabend oder in der Nacht sortiert worden waren. Die liegen gebliebenen Briefe und Postkarten würden mit einem Tag Verspätung bei den Empfängern eintreffen, sagte ver.di-Sprecher Hirtreiter, der die Postkunden um Verständnis für die Warnstreiks bat. (apa/red)

28.5.2004 09:17