Donnerstag, 27. Mai 2004

Der Mega-Coup der BAWAG- Bastion: Bringt der ÖGB die Bank an die Börse?

  • Der ÖGB hält durch den Rückkauf nun 100%
  • BAWAG-Anteile um 1,4 Milliarden zurückgekauft

Nachdem Rückkauf der Bayern-Anteile durch den ÖGB laufen die Spekulationen auf Hochtouren. Möglicherweise baut der Gewerkschaftsbund jetzt die BAWAG aus und plant sogar den Börsengang des roten-Bankenriesen. Hintergrund des Megadeals: Der ÖGB strebte um fast jeden Preis eine rotweißrote Lösung für die starke Bawag an.

Verzetnitsch & Co wollten damit anderen Interessenten zuvorkommen, die sich gerne ein großes Stück der lukrativen Bank (Gewinn 2003: 270 Millionen Euro) einverleibt hätten. Denn zwei Dinge sind für die Gewerkschaft unumstößlich:

  • Die Mehrheit am Machtinstrument Bawag-P.S.K.-Gruppe wird keinesfalls abgegeben.


  • Ein möglicher Partner, der einen Minderheitsanteil übernehmen könnte, muss österreichisch sein und der Gewerkschaft gut zu Gesicht stehen.


  • Partnersuche. Damit stehen der Gewerkschaft gleich zwei Optionen offen: Die Österreichische Volksbanken AG, die sich schon bisher stark für den Bayern-Anteil an der Bawag interessiert hat, könnte als Minderheitspartner an Bord geholt werden. Beide Institute haben kaum Überschneidungen und würden sich gut ergänzen.

    Option Börse?
    Ist der Gewerkschaft kein Partner genehm, wäre der Gang an die Wiener Börse eine Möglichkeit, den Kaufpreis hereinzuspielen. Nicht ausschließen wollte zuletzt ÖGB-Finanzchef und Bawag-Aufsichtsratsvorsitzender Günter Weninger einen Börsengang: "Wir werden das zum entsprechenden Zeitpunkt überlegen." Gegen diese "kapitalistische" Lösung gibt es allerdings noch Vorbehalte innerhalb der Gewerkschaft.


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    27.5.2004 11:50