Keine Schwarzen Zahlen! Industrie zeigt sich mit Geschäftsjahr 2003 zufrieden
- Im zweiten Halbjahr ging es bergauf!
- Beschäftigungszahl der Industrie weiter rückläufig
Das Jahr 2003 ist für die heimische Industrie besser verlaufen als die Industriesektion der Wirtschaftskammer Österreich anfänglich erwartet hatte. "Aus der erwarteten roten Null ist eine schwarze geworden", sagte der Spartengeschäftsführer Wolfgang Damianisch.
Entscheidend war das zweite Halbjahr. Nach Produktionsrückgängen um 1,3 Prozent bzw. 1,9 Prozent nominell in den ersten beiden Quartalen 2003 ist die Industrieproduktion im 3. bzw. 4. Quartal um 2,6 bzw. 3,5 Prozent nominell gewachsen.
Über das Gesamtjahr resultierte daraus ein Produktionsplus um 0,75 Prozent, wogegen 2002 die Industrieproduktion noch um 1,3 Prozent geschrumpft war. Die wertmäßige Entwicklung wurde von der mengenmäßigen übertroffen, die 2003 ein Plus von 1,9 Prozent aufwies. "Das zeigt die schwierige Situation für die Unternehmen, am Markt Preise durchzusetzen", sagte Damianisch.
Die Beschäftigtenzahl der Industrie war 2003 weiter rückläufig. Es gab um knapp 6.000 weniger Arbeitsplätze im Jahresabstand, was einen Rückgang um 1,4 Prozent auf 415.261 Personen bedeutet. Die Industrie würde als "rationalisierungsträchtiger Bereich" einen jährlichen Produktionszuwachs (nominell wertmäßig) von 3,5 Prozent benötigen, um gesamthaft die Arbeitsplätze wenigstens zu halten.
Zur aktuellen Lage wartete Damianisch heute mit einer verbesserten Auftragslage aus Sicht der Industrie-Fachverbände auf. Gegenüber dem vierten Quartal 2003 hat sich der Saldo der Einschätzungen bereits das fünfte Quartal hintereinander verbessert, zum zweiten Mal hintereinander gibt es keinen Fachverband mit sinkenden Auftragseingängen.
(apa)
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