Montag, 24. Mai 2004

Trotz Saudi-Vorstoß für mehr OPEC-Öl: Rekordpreis in New York!

  • Ein Barrel kostete am Montagabend 41,72 Dollar
  • Saudi Arabien will Förderung um zehn Prozent erhöhen

Der Ölpreis hat in New York am Montag ein neues Rekordhoch erreicht. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Light Sweet Crude verteuerte sich bis zum Handelsschluss am Abend um 1,79 Dollar auf 41,72 Dollar (34,86 Euro). Trotz Anzeichen für eine Fördererhöhung der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) waren die Ölpreise am Montag weiter gestiegen.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder will erst beim nächsten Ministertreffen am 3. Juni über eine generelle Anhebung der Förderquoten entscheiden. Saudi-Arabien, als größter Erdölexporteur der OPEC, hatte bereits vergangene Woche eine Anhebung der Quoten um 2 bis 2,5 Mio. Fass auf 25,5 Mio. Fass pro Tag gefordert. Bei einem informellen Treffen der OPEC-Ölminister dieses Wochenende in Amsterdam war die Entscheidung jedoch vertagt worden. Saudi-Arabiens Ölminister Ali al-Naimi hatte darauf erklärt, dass sein Land dennoch bereits im Juni die Förderung gegenüber April um zehn Prozent oder 800.000 Fass erhöhen werde.

Die Händler meinen, dass die Situation dadurch zwar entspannt werde. Man müsse aber bedenken, dass mit der Reisezeit im Sommer auch die Nachfrage steige. "Die US-Raffinerien haben im laufenden und in nächsten Monaten traditionell einen hohen Ölverbrauch", sagte Edward Meir vom Energiehändler Man Energy zur Agentur Reuters. Zudem soll auch das fehlende Öl aus dem Irak den Preis nach oben treiben. Analysten glauben, dass angesichts dieser Perspektive außerdem die Spekulanten weiter zukaufen würden.

(apa/Red)

24.5.2004 08:46