USA erleben in Paris ihr Waterloo: Erstmals
bei Grand Slam kein US-Spieler in 3. Runde
- L'Equipe schadenfroh: "Die Amerikaner am Boden"
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Die French Open 2004 wurden für die US-Spieler zum Waterloo. Nach Andre Agassi hat sich am Mittwoch mit dem als Nummer zwei gesetzten Andy Roddick auch der zweite US-Star mit einer Fünf-Satz-Niederlage gegen den Franzosen Olivier Mutis unerwartet früh verabschiedet, womit das Desaster der Amerikaner perfekt wurde. Erstmals seit Beginn der Open-Ära (1968) steht bei einem Grand-Slam-Turnier kein US-Profi in der dritten Runde. "Die Amerikaner am Boden", höhnte am Donnerstag die französische Sportzeitung "L'Equipe".
Aus dem Rennen ist auch bereits die belgische Titelverteidigerin Justine Henin-Hardenne, für die in Runde zwei mit einer 5:7,4:6-Niederlage gegen die Italienerin Tathiana Garbin Endstation war. Mit ihr gingen die Kritiker etwas freundlicher um, denn sie durch eine Erkrankung bzw. eine längere Spielpause erheblich gehandicapt. Damit steht bereits fest, dass seit Steffi Graf 1995/96 in Paris keine Spielerin ihren Titel verteidigen konnte. So früh wie Henin-Hardenne war als Titelverteidigerin zuletzt die Spanierin Arantxa Sanchez-Vicario 1990 (ebenfalls in Runde zwei) ausgeschieden.
Der Versuch der 21-jährigen, den Erfolg vom Vorjahr zu wiederholen, erschien von vornherein aussichtslos. Die Weltranglisten-Erste hatte seit dem 10. April kein Match mehr bestritten. Eine Viruserkrankung mit Symptomen wie beim Pfeiffer'schen Drüsenfieber machte ihr zu schaffen. "Wahrscheinlich war es zu früh für ein Comeback, aber ich bereue es nicht. Nun weiß ich, wo ich stehe und was ich zu tun habe. Ich war nicht die Spielerin, die ich in den letzten zwölf Monaten war", meinte die stets etwas verbissen wirkende Wallonin, die sich in Roland Garros im Vorjahr die erste von drei Grand-Slam-Kronen aufgesetzt hatte.
(apa/red)










