Montag, 24. Mai 2004

Revanche am Nürburgring: Michael Schumacher ist heiß aufs Heimspiel

  • Klien freut sich auf eine seiner Lieblingsstrecken
  • PLUS: Alle BILDER vom Chaos-Rennen in Monaco!

Nach dem Chaos-Grand-Prix in Monte Carlo ist Michael Schumacher beim Heimspiel am Nürburgring wild entschlossen zur Revanche. "Nach der Nullrunde in Monaco kann mein Ziel nur sein, auf dem Nürburgring wieder um den Sieg zu kämpfen", erklärte der sechsfache Rekord-Weltmeister vor dem Großen Preis von Europa am Sonntag (ab 14.00 Uhr/LIVE auf networld.at).

Trotz des Rückschlags am vergangenen Wochenende muss der souveräne WM-Spitzenreiter nicht um seine Führung bangen. Mit 50 Punkten liegt der Ferrari-Pilot weiter vor dem brasilianischen Teamkollegen Rubens Barrichello (38), dem britischen BAR-Honda-Pilot Jenson Button (32) und Monaco-Sieger Jarno Trulli (Italien/31). Entgegen seiner sonstigen Zurückhaltung gibt sich "Schumi I" vor dem Rennen unweit seiner Heimat Kerpen optimistisch: "Die Strecke sollte uns liegen. Unser Auto dürfte dort seine Stärken ausspielen können."

Viel erwartet sich auch Christian Klien von seiner Rückkehr in die Eifel. Nach seinem kurzen Monaco-GP, bei dem er schon in der ersten Runde mit seinem Jaguar in die Leitschiene fuhr, freut sich der Vorarlberger auf die Strecke, auf der er schon zwei Mal triumphiert hat. Im Jahr 2001 (im Rahmen des F1-Wochenendes) gewann er in der Formel BMW ADAC-Meisterschaft, im Vorjahr in einem Rennen zur Formel 3-Euroseries. "Der Belag ist eher rutschig, mit wenig Grip, da wird es auch auf die richtige Reifenmischung ankommen. Alles in allem freue ich mich, auf eine meiner Lieblingsstrecken zurückzukommen", sagte Klien.

Klien will sich in Deutschland den Frust von der Seele fahren
Dass gleich wieder der nächste GP ansteht, kommt ihm nach dem Monte Carlo-Ausritt sehr gelegen. "Da kann ich den Frust von Monaco gleich wieder schnell abbauen. In Monaco war das Auto wirklich sehr gut und ich konnte mich von Runde zu Runde steigern, um dann im Qualifying die schnellste Runde des Wochenendes zu drehen. So sollte es auch auf dem Nürburgring funktionieren", so der Vorarlberger.

Während Michael Schumacher wieder voll auf Sieg fährt, träumt sein Bruder Ralph, im Vorjahr Triumphator auf dem Nürburgring, von längst vergangenen Glanzzeiten. "Ich war im vergangenen Jahr überglücklich über den Sieg bei meinem Heimrennen. So etwas kann einem keiner mehr nehmen, das bleibt ein unvergessliches Karriere-Highlight. Ich hätte nichts gegen eine Wiederholung einzuwenden. Doch von der technischen Seite her sind die Voraussetzungen ein wenig anders als im Vorjahr", sagt der 28-jährige Williams-BMW-Pilot.

Besucherrückung in der Eifel
Trotz der brisanten Ausgangslage nach dem Monaco-Grand-Prix und des heimischen Helden Michael Schumacher ist die Formel 1 längst kein Selbstläufer mehr am Nürburgring. An die Zahlen des Rekordjahres 2002 mit 350.000 Besuchern an drei Tagen ist derzeit nicht zu denken, obwohl sich die Organisatoren für 2004 einiges ausgedacht haben.

Mit drastischen Preisreduzierungen und einem größeren Rahmenprogramm wollen sie das Formel-1-Wochenende attraktiver machen. Die Organisatoren geben sich vorsichtig optimistisch, die Zuschauerzahl des Vorjahres zu erreichen. Damals waren 239.000 Besucher an die Strecke gekommen, am Rennsonntag bejubelten allein 123.000 PS-Fans Ralf Schumachers Sieg. (apa/red)

24.5.2004 16:40
Ergebnisse, WM-Stand, Team-Porträts