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Andreas Mölzer, Nummer drei der FPÖ bei der Europawahl, will per Vorzugsstimmenwahlkampf den Einzug ins EU-Parlament schaffen. Unterstützt wird er von Vertretern des rechten Flügels der FPÖ, die am Montag ein Personenkomitee präsentierten. Mölzer machte dabei klar, dass er sich für den besseren FP-Spitzenkandidaten hält. "Selbstverständlich", meinte er auf eine entsprechende Frage bei einer Pressekonferenz. "Goethe hat gesagt: Bescheiden sind nur Lumpen."
Sollte Mölzer am 13. Juni von zumindest sieben Prozent der FP-Wähler eine Vorzugsstimme erhalten, würde er Hans Kronberger vom ersten Listenplatz verdrängen und statt ihm ins EU-Parlament einziehen. Als Kritik an seiner Partei bzw. an der Liste will Mölzer seine Kampagne trotzdem nicht verstanden wissen. Ihm gehe es um die Mobilisierung der Kernwähler. Auch am Spitzenkandidaten, dem Umweltpolitiker Kronberger, gebe es "gar keine" Kritik zu üben, versicherte Mölzer zweideutig: "Ein hervorragender Grün-Politiker. Ich bin froh darüber, dass wir so jemanden in der FPÖ haben."
Im Europaparlament will sich Mölzer als "732. Zwerg von rechts" auch nach europäischen Bündnispartnern für die Freiheitlichen umsehen. Als mögliche Ansprechpartner nannte er die Lega Nord, den Vlaams Blok und die Dänische Volkspartei, "wo man sicherlich eine Gesprächsbereitschaft haben wird. Ob es eine gemeinsame Fraktion gibt und ob es 2009 ein gemeinsames Antreten gibt, das ist eine andere Frage."
Am Europa-Wahlkampf beklagt Mölzer das niedrige Niveau. Derzeit werde über die EU diskutiert, "wie über einen betrügerischen Sparverein". Er will sich unter anderem auf die Themen Identität, Demokratie und, angesichts der Konflikte im Mittleren Osten, auf die "weltpolitische Wirksamkeit" der EU konzentrieren - also auf die Frage, ob Europa in der Lage sei, "der US-amerikanischen und zionistischen Gewaltpolitik in diesem Raum" entgegenzutreten.
In Mölzers Personenkomitee vertreten sind unter anderem Volksanwalt Ewald Stadler, Bundesrat John Gudenus und sein Sohn Johann, der Obmann des Rings Freiheitlicher Jugend, sowie der Wiener Gemeinderat Harald Stefan, der sich als Vertreter der Burschenschaften versteht. Mölzer habe sich "noch nie unter das Diktat der Political Correctness" zwingen lassen, lobte Stadler. "Diese Zeiten der Gesinnungslosigkeit sollen ein wenig durch Andreas Mölzer konterkariert werden."
Für seinen Wahlkampf stellt die FPÖ laut Mölzer lediglich zwei Fahrzeuge zur Verfügung. "Mein Wahlkampf kostet de facto gar nichts", versichert Mölzer. Schließlich bewerbe er die freiheitlichen Kernschichten und werde nicht mit Flugzettelverteilen um Wechselwähler kämpfen. (apa)
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