Montag, 24. Mai 2004

Linke-Spitzenkandidat Leo Gabriel: Wegen "Spargel-Essen" nicht mehr bei der SPÖ

  • Gabriel sieht noch Chancen auf den Einzug ins EU-Parlament. Gleiche Recht für alle EU-Bürger.

Wie das edle Gemüse den Linke-Spitzenkandidat, Leo Gabriel zum Austritt aus der SPÖ bewegte, verrät er im Ö1-Interview. Als Jörg Haider SPÖ-Chef Gusenbauer zum "Spargel- und Chianti" Essen lud, reichte es Gabriel und er beschloss, selbst in die Politik zu gehen.

Wie Gabriel weiter im Ö1-Mittagsjournal sagte, hat er die Hoffnung auf einen Einzug ins Europaparlament noch nicht aufgegeben: "Ich glaube, die Linke ist für eine Überraschung gut."

Inhaltlich tritt Gabriel unter anderem für eine "Residenzbürgerschaft" ein, die jedem auf Dauer in Europa Lebenden gleiche Rechte und Pflichten einräumt. Wenig hält Gabriel offenbar von der Spesen-Kampagne Hans-Peter Martins. Martin habe zwar ein "Talent im Aufdeckungsjournalismus", "aber das zu verwenden, um wegen 265 Euro Taggelder eine ganze Maschine in Gang zu setzen, das ist sowas wie mit Kanonen auf Spatzen schießen". (apa/red)

24.5.2004 14:10