Montag, 24. Mai 2004

FP schießt sich im Wahlkampf auf Martin ein: Neue Vorwürfe wegen Spesen!

  • Flugticket von Sohn Manuel bei Belegen auf Website
  • ONLINE-UMFRAGE: Wen wählen Sie am 13. Juni?

Die FPÖ setzt ihre Attacken auf den selbst ernannten Aufdecker und EU-Kandidaten Hans-Peter Martin fort. Nachdem Martin das Ultimatum der Freiheitlichen, bis 12 Uhr alle Spesenbelege offen zu legen, verstreichen hat lassen, richteten FPÖ-Spitzenkandidat Kronberger und Klubchef Scheibner einige Fragen an Martin, der am Montag seinen Wahlkampf startete.

Die vermutlich spannendste Frage: "Was hat ein Reisebeleg von Manuel Martin, dem Sohn von Hans-Peter bei den Abrechnungen verloren?" Die Freiheitlichen sind nämlich auf der Homepage Martins in den dort abgebildeten Abrechnungen fündig geworden. So fanden sich beispielsweise am 19. Juni des Vorjahres gleich zwei Flugtickets Wien-Brüssel, die eingereicht wurden - eines ausgestellt auf Martin selbst, das zweite auf den damals zehn-jährigen Sohn des Journalisten.

Auch die Autoreisen Martins erwecken das Interesse Kronbergers, denn: "Wenn jemand schwindeln will, macht er es mit der Kilometerabrechnung", sei diese doch nicht belegpflichtig. Fündig wurde der FP-Kandidat bei einer Fahrt Martins von Wien nach Brüssel. Hier wurden nämlich von Martin Maut-Rechnungen der Brennerautobahn eingereicht, obwohl diese Route eigentlich nicht den direkten Weg zu einem der Sitzungsorte des EU-Parlaments darstellt.

Martin selbst präsentierte sich bei seinem Wahlkampfauftakt am Montag als Saubermann. Hauptdarsteller des Events war aber Martins Auto mit einem Kilometerstand von 167.721. Er wollte damit Vorwürfe, als EU-Parlamentarier unsaubere Kilometergeld-Abrechnungen vorgenommen zu haben, widerlegen. Das Auto existiere, er fahre auch damit und seine Kilometerabrechnung könne anhand von Tankbelegen nachvollzogen werden, versicherte Martin. (apa)

24.5.2004 14:05