Nachschub für den Irak: Briten entscheiden über mehr Soldaten
- 370 zusätzliche Soldaten stehen in den Startlöchern
- Blair. "Müssen dort bleiben, bis die Arbeit erledigt ist"
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Großbritannien wird nach den Worten von Premierminister Blair möglicherweise in den nächsten Tagen darüber entscheiden, ob weitere Soldaten in den Irak entsandt werden sollen. Er hoffe auch, dass bis Ende 2005 die Stärke der britischen Truppen im Irak deutlich verringert werde, wenn die Iraker in der Lage seien, selbst für ihre Sicherheit zu sorgen, sagte Blair im Rundfunksender BBC.
Erst kurz zuvor hatte Großbritannien angekündigt, es würden 370 zusätzliche Soldaten in den Irak entsandt. Damit wären rund 8.900 britische Soldaten im Irak stationiert. Sie kontrollieren die Region um Basra, den wichtigsten Ölhafen des Landes.
Der Irak befinde sich jetzt in der gefährlichsten Phase der Übergangszeit, weil Terroristen alles versuchen würden, um die für Ende Juni geplante Machtübergabe an eine irakische Übergangsregierung zu verhindern, meinte Blair. "Wir müssen dort bleiben, bis die Arbeit erledigt ist", sagte Blair. Der Premierminister erwartete außerdem in dem kommenden Monaten eine deutliche Verbesserung der Sicherheitssituation.
Blair sagte weiter, die terroristischen Gruppen hätten für die kommenden Wochen und Monate eine simple Strategie. Dazu gehöre, "jeden zu töten, der versucht, die Lage im Land zu verbessern, jeden umzubringen, der in Verbindung zur irakischen Regierung steht und den UN-Prozess für den Übergang zur Demokratie zu stören".
Blair bestritt, dass der Irak-Krieg die Bedrohung durch die Terrororganisation El Kaida erhöht habe. Der Terrorismus habe längst vor den Anschlägen vom 11. September 2001 begonnen. El Kaida befinde sich mittlerweile in jedem europäischen Land und stelle eine Bedrohung dar. Der jüngste Anschlag in Saudiarabien sei nur "ein weiteres Beispiel" für die Gefahr. (apa)
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