Donnerstag, 27. Mai 2004

Psychisch krank: "Schröder-Ohrfeiger" soll in die Klinik eingewiesen werden

  • Der 52-jährige Arbeitslose ist psychisch krank
  • Anklage lautet auf Beleidigung und köroperverletzung

Auf Grund seiner psychischen Verfassung ist der Mann, der den deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder geohrfeigt hat, kurz vor der Einweisung in eine Klinik gestanden. Ein entsprechender Bericht des "Mannheimer Morgens" wurde in Sicherheitskreisen bestätigt. Bei der Vernehmung des arbeitslosen Lehrers nach der Tat am 18. Mai im Mannheimer Kongresszentrum hatten die Beamten den Eindruck gewonnen, dass der 52-Jährige unter psychischen Störungen leiden könnte, wie das Blatt unter Berufung auf Ermittlerkreise schreibt.

Nach neuesten Angaben gelangte auch ein von der Polizei bestellter Arzt, der Jens A. begutachtete, zu dieser Einschätzung. Er soll daraufhin eine Einweisung in das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim angeregt haben. Der im ZI Dienst habende Arzt soll allerdings eine Begutachtung von Jens A. nach Rücksprache telefonisch abgelehnt haben.

Äußerungen von Kanzlergattin Doris Schröder-Köpf, die Jens A. als "offensichtlich gestörten Menschen" bezeichnete, hatte der 52-Jährige in einem "stern"-Interview zurückgewiesen: "Ich bin ganz dicht."

Der Mann muss sich wegen seiner Tat vor dem Amtsgericht in Mannheim verantworten. Ihm wird Beleidigung und Körperverletzung zur Last gelegt. Dem Angeklagten drohen eine Geldstrafe oder eine Gefängnisstrafe bis zu einem Jahr.


(apa/red)

27.5.2004 12:29