Aufgetaucht: Islamistenführer Kaplan meldete sich bei der Kölner Polizei
- Selbsternannter "Kalif von Köln" hielt sich an Auflagen
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Der von der Abschiebung bedrohte Islamistenführer Metin Kaplan hat sich bei der Polizei in Köln zurückgemeldet. Der selbst ernannte "Kalif von Köln" erschien auf der Wache im Stadtteil Chorweiler, bestätigte ein Polizeisprecher der dpa. Kaplan hielt sich damit an die Auflagen im Rahmen der so genannten Führungsaufsicht, die seit über einem Jahr gelten.
Kaplan ist nach Angaben seiner Anwältin bereits seit einigen Tagen wieder in seiner Wohnung. Zuvor war er zwei Tage lang für die Behörden unauffindbar gewesen. Zuvor hatte das Oberverwaltungsgericht Münster einer Abschiebung Kaplans in die Türkei grundsätzlich zugestimmt. Sein Fall hat eine politische Debatte über den Umgang mit gefährlichen Extremisten ausgelöst.
Abschiebung unwahrscheinlich
Eine baldige Abschiebung des Islamistenführers Metin Kaplan aus Deutschland, auf die die Bundes- und die nordrhein-westfälische Landesregierung dringen, gilt in Sicherheitskreisen offenbar als unwahrscheinlich. Das deutsche Bundesverwaltungsgericht müsse gesetzliche Fristen einhalten und könne erst Ende des Jahres über die Abschiebung Kaplans in die Türkei entscheiden, meinten Experten gegenüber der Deutschen Nachrichtenagentur dpa.
(apa)
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