Mega-Skandal in Italien: 4.400 Ärzte wegen Bestechung angezeigt
- Untersuchungen haben sich über 2 Jahre erstreckt
Exakt 4.440 italienische Ärzte sind im Rahmen eines ausgedehnten Bestechungsskandals von der Polizei angezeigt worden. Die Staatsanwaltschaft von Verona schloss somit eine Untersuchung ab, die seit zwei Jahren gegen Mediziner, Apotheker und Leiter von Krankenhäusern läuft, berichteten italienische Medien am Mittwoch.
Der Staatsanwalt von Verona, Guido Papalia, wirft den Verdächtigen vor, Zuwendungen angenommen zu haben. Im Gegenzug hätten sie Arzneimittel des britischen Pharmakonzerns verschrieben. 73 Personen, mehrheitlich Manager des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline, wird zusätzlich Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation vorgeworfen.
Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft hatte GlaxoSmithKline zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen, Tagungen und Kongresse für Ärzte in Italien und im Ausland organisiert, an denen auch "Klinikärzte mit Begleitpersonen" teilnahmen, für die das Unternehmen die Reisekosten übernahm. Es sollen außerdem Geldbeträge für angebliche wissenschaftliche Studien gezahlt worden sein, die in Wirklichkeit nie geschrieben wurden. (apa)
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