Druck auf Premier Tony Blair wächst: Briten lehnen neue Truppen für Irak ab
- Laut Studie wollen 66 % keine neuen Soldaten im Irak
- Auch im Militär regt sich Widerstand gegen die USA
Nach dem Abzug der spanischen Truppen wächst der Druck auf Premierminister Tony Blair von Seiten der USA. Sie verlangen die Entsendungen zusätzlicher Truppen in den Irak. Laut einer Umfrage des "Guardian" lehnt die Mehrheit der britischen Bevölkerung die Aufstockung der Soldaten aber ab.
Die im "Guardian" veröffentlichte Umfrage zeigt, dass 66 Prozent der Befragten keine Aufstockung wollen. Unter den Labour-Wählern liegt der Anteil der Nein-Sager sogar bei 60 Prozent. Ein Viertel der Befragten befürworten eine Erhöhung des britischen Kontingents um möglicherweise 3.000 Soldaten. Im Süden des Irak sind gegenwärtig etwa 8.500 britische Soldaten stationiert.
Die Regierung hat sich bisher nicht klar zu ihren Plänen geäußert. In jüngster Zeit ist jedoch spekuliert worden, dass Blair eine solche Ankündigung auf jeden Fall bis auf die Zeit nach den Europa- und Kommunalwahlen in Großbritannien am 10. Juni verschieben will.
Im Militär soll es Widerstand gegen weitere Truppenentsendungen geben. Insbesondere wird der Wunsch der USA abgelehnt, britische Soldaten auch als Ersatz für das abgezogene spanische Kontingent an Brennpunkten nördlich der bisherigen britischen Zone um Basra zu stationieren. (apa/red)
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