Dienstag, 25. Mai 2004

WHO bestätigt: Im Süd-Sudan ist das Ebola-Virus wieder ausgebrochen

  • Bisher sind vier Menschen an der Krankheit gestorben
  • Mehr als 100 Personen sind in Quarantäne

Nach dem letzten Ebola-Ausbruch vor vier Jahre, als 200 Menschen an dem Virus starben, ist jetzt wieder ein Ausbruch zu befürchten. 19 Menschen sind bislang mit dem Virus infiziert worden, vier von ihnen schon bestorben. Die Weltgesundheits-organisation WHO bestätigt jetzt, dass es sich tatsächlich um Ebola handelt, nur sei der Typ bisher noch nicht bekannt gewesen.

"Wir haben entsprechende Testergebnisse von dem Speziallabor in Atlanta erhalten", sagte Abdullahi Achmed, Leiter des WHO-Büros für Südsudan, am Montag in Nairobi. Es sei jedoch unklar, um welchen Krankheitstyp es sich handle. "Es ist keiner der bisher bekannten Typen", sagte Achmed. Bislang seien 19 Menschen infiziert, 4 von ihnen seien gestorben.

Mehr als 100 Menschen, die Kontakt mit den Infizierten hatten, sollen drei Wochen lang überwacht werden. Ein Team arbeite daran, die Ursache des Ausbruchs festzustellen. Die Behörden von Uganda, wo vor knapp vier Jahren fast 200 Menschen an Ebola starben, machten die Bewohner der Grenzregionen zum Sudan mit Postern und über das Radio auf die Gefahr aufmerksam.

Das durch Ebolaviren ausgelöste, mit massiven inneren Blutungen einhergehende Fieber trat erstmals im Jahre 1976 in Zaire (heute Demokratische Republik Kongo) ins öffentliche Bewusstsein. In 50 bis 80 Prozent der Fälle endet die Erkrankung tödlich. Medikamente oder Impfungen gegen das Virus gibt es nicht. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nur über die Körperflüssigkeiten Erkrankter statt. (apa/red)

25.5.2004 09:45