Dienstag, 25. Mai 2004

Madrid-Terror: US-Anwalt vom FBI wegen schlechtem Fahndungsfoto verhaftet

  • Brandon Mayfield war wegen Terror-Verdachts in Haft
  • Fingerabdrücke gehörten zu einem Marokkaner

Ein peinliches Versehen beim FBI. Auf Grund von falschen Fingerabdrücken wurde ein US-Anwalt verhaftet und 20 Tage lang verhört. Auf Grund eines Computerfehlers wurden die Abdrücke auf einer Tasche die im Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Madrid gefunden wurden, ihm zugeordnet. Ein zusätzlich sehr schlechtes Bild führt zu seiner Verhaftung. Jetzt wurde er wieder freigelassen.

Ein im Zusammenhang mit den Anschlägen von Madrid verdächtigter US-Bürger ist von einem amerikanischen Gericht rehabilitiert worden. Die Festnahme des zum Islam konvertierten Anwalts sei auf Grund eines Fehlers des FBI erfolgt, teilte das Bundesgericht in Portland im US-Staat Oregon auf seiner Website mit. Ein FBI-Verteter räumte ein, sich bei der Analyse eines Fingerabdrucks auf ein schlechtes Bild verlassen zu haben.

Spanische Ermittler hatten nach den Anschlägen vom 11. März in der Nähe eines Madrider Bahnhofs eine Tasche voll Sprengsätzen entdeckt. Einer der Fingerabdrücke auf der Tasche wurde vom FBI dem amerikanischen Anwalt Brandon Mayfield zugeordnet, der deswegen am 6. Mai festgenommen wurde. Erst als die spanischen Behörden vor einer Woche erklärten, der Fingerabdruck stamme von einem Marokkaner, wurde Mayfield unter Auflagen freigelassen. Bis zu der Gerichtsanhörung vom Montag galt er aber weiter als Verdächtiger. (apa/red)

(apa/red)

25.5.2004 09:26