Grasser in "Bier-Affäre" unter Beschuss: Schonung von Steuersündern zugegeben
- 1,63 Milliarden Euro an Steuerschulden erlassen!
- SPÖ kündigt weitere Anfragen an
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Finanzminister Grasser gerät wegen der Bier-Affäre unter Beschuss. Die SPÖ wirft ihm Schonung von Steuersündern vor, und Grasser kann es nicht ganz entkräften. Der Minister räumt in der Steuerhinterziehungsaffäre von Brauereien und Gastronomen ein, dass die Finanz Unternehmen in Österreich von 2000 bis 2003 insgesamt 1,63 Mrd. Euro an Steuerschulden erlässt.
Das berichtet das WirtschaftsBlatt in seiner Donnerstag-Ausgabe. Wie viel davon auf Gastronomie und Brauereien entfallen ist, sei "statistisch nicht erfasst", so Grasser in der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des SPÖ-Abgeordneten Johann Maier. Bei einzelnen Wirten sei die Steuernachforderung wegen "Liquiditätsproblemen" unterblieben. Unterm Strich mussten die Wirte 85 Mio. Euro für die Schwarzausschank von Bier nachzahlen. Brau- Union, Stiegl, Ottakringer und die Trumer Brauerei Sigl müssen sich wegen Beihilfe dazu verantworten, so die Zeitung.
Grasser bekennt auch laxe Steuerprüfungen in der Gastronomie ein. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ermittle "im Zusammenhang mit allzu schonenden Prüfungen bei Gastronomiebetrieben" wegen Amtsmissbrauchs, so Grasser. Den Verdacht Maiers, der Minister hätte bei der Begnadigung von Wirten und Brauereien die Finger im Spiel gehabt, weist dieser zurück: "Eine Einbindung meiner Seite war nicht gegeben." Die SPÖ kündigt eine weitere Anfrage in der Causa an.
(apa)
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