Diskussionen um Neuregelung: Waneck will Chefarztpflicht aussetzen!
- Aussetzung vorerst für zwei Jahre geplant
- Pflicht ist "übelste Form", da der Patient Bittsteller sei
·Details: Chefarzt- pflicht in Österreich!
5 Millionen Medikamente jährlich davon betroffen
·Chefarztpflicht:
"Aus dem Mittelater"
Grüne für Ersatz durch Therapieempfehlung
·Disput um neue Chefarztpflicht
Runder Tisch voraus- sichtlich am Mittwoch
·Neu ab 1.1.2005: Rezept zum Chefarzt
Änderung soll Patienten einen Amts-Weg ersparen
·Kassen-Vertrag wurde angenommen!
Keine Änderungen. VP- Gleitsmann unglücklich
·Ärztekammer sieht Megachaos kommen
Chefarztpflicht führe zu stundenlangen Wartezeiten
Für Gesundheitsstaatssekretär Waneck ist die Chefarztpflicht, so wie sie besteht, die "übelste Form", da der Patient Bittsteller sei. Der FPÖ-Politiker hat andere Pläne. "Ich bin grundsätzlich für ein Aussetzen der Chefarztpflicht für zwei Jahre", sagt er in einem Interview.
Den Argumenten für die Chefarztpflicht kann Waneck wenig abgewinnen. Es stimme zwar, dass die Kosten für bewilligungspflichtige Arzneien am stärksten steigen. Andererseits seien Ärzte ohnehin dazu angehalten, die günstigeren Medikamente zu verschreiben. Er ist für elektronische Kontrollen, ob Ärzte ihre Verantwortung beim Verschreiben von Medikamenten wahrnehmen. In Zukunft könnte dies dann über die e-card erfolgen.
Sollte Waneck sich nicht durchsetzen, unterstützt er die Vorschläge des Hauptverbands als "Interimslösung". Allerdings müsste es noch Änderungen geben. So könnte etwa der Arzt bei Hausbesuchen nicht umgehend eine Chefarztbewilligung einholen.
Der Runde Tisch, den Gesundheitsministerin Rauch-Kallat in der Frage der Chefarztpflicht einberufen will, soll am Mittwoch stattfinden. Das schreibt die "Wiener Zeitung" unter Berufung auf den Hauptverband. Die Ärzte wiederum setzen auf Rauch-Kallat. Sie wollen nicht, dass die Patienten "stundenlang" im Wartezimmer auf die Fax- Bestätigung eines Medikamentes warten müssen, wie dies das Modell des Hauptverbands vorsehe.
Die Ärzte wollen laut "Wiener Zeitung" eine Indikationslösung, das heißt, bestimmte Medikamente sollen nur bei bestimmten Krankheiten abgegeben werden dürfen - dann aber frei verschreibbar. (apa/red)
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