Schwere Mängel: Britische Studie stellt schlechtes Zeugnis für Eurofighter aus!
- Solo-Flüge mit dem Kampfflugzeug nicht möglich
- EADS weist Bericht über Mängel vehement zurück
EADS weist Berichte über angebliche Einschränkungen im Flugbetrieb mit dem Eurofighter zurück. "Der Eurofighter ist international unlimitiert für den Flugdienst zugelassen", heißt es in einer Aussendung. Die Betriebsfreigaben enthielten weder Einschränkungen für den Nachtflug, noch für den Einsatz unter Instrumentenflug-Wetterbedingungen. Die britische Zeitung "Evening Standard" hatte zuvor von Mängeln beim Computersystem und beim Flugkontrollsystem berichtet.
Wieder negative Schlagzeilen über den umstrittenen Kampfflieger Eurofighter. Die britische Zeitung "Evening Standard" veröffentlicht eine Studie, die auf deutliche Mängel hinweist. So soll das Computersystem mangelhaft sein und bei Schlechtwetter lässt sich der Jet nicht mit einem Piloten alleine fliegen. Der britische Verteidigungsminister zeigt sich besorgt über den Bericht. Die deutsche Bundeswehr hat bereits fünf Maschinen feierlich in den Dienst genommen.
Das umstrittene Kampfflugzeug Eurofighter weist nach Informationen der britischen Zeitung "Evening Standard" noch deutliche Mängel auf. Mit den Bordsystemen gebe es so viele Probleme, dass die Maschine in bestimmten Situationen nur mit zwei Piloten geflogen werden sollte, zitierte die Abendzeitung am Montag aus einer Studie im Auftrag des britischen Verteidigungsministeriums. Die unabhängige Forschungseinheit QinetiQ habe beim Eurofighter, der für den Einsatz mit nur einem Piloten und als multifunktionales Kampfflugzeug bei jedem Wetter gedacht sei, im Wesentlichen drei Probleme entdeckt.
So sei das Computersystem, das den Piloten vor einer zu niedrigen Flughöhe warne, nicht bedarfsgerecht. Wenn so genannte "dynamische Manöver" geflogen würden, müssten daher in jedem Fall zwei Piloten an Bord sein. Das Gleiche gelte für schlechtes Wetter, da die entsprechenden Geräte im Cockpit nicht zuverlässig funktionierten. Das Flugkontrollsystem schließlich neige dazu, mitten im Flug auf den Status am Boden umzuschalten - mit "sofortigen katastrophalen" Folgen. "Ich wäre nicht sehr erfreut, wenn das Flugzeug in Dienst genommen werden würde, ohne dass diese Mängel untersucht und durchschaut wurden", zitierte die Zeitung einen Sprecher des Verteidigungsministeriums.
Die Eurofighter werden vom europäischen EADS-Konzern hergestellt, dem die Daimler-Benz Aerospace (Dasa), die British Aerospace, die spanische Firma Casa und das italienische Unternehmen Alenia angehören. Die Kampfflugzeuge sollen in den kommenden 30 Jahren eingesetzt werden. Die Bundeswehr hatte im April feierlich die ersten fünf Maschinen in Laage bei Rostock in den Dienst genommen.
Großbritannien will 232 Maschinen einsetzen, die deutsche Luftwaffe soll bis zum Jahr 2015 insgesamt 180 Maschinen für gut 80 Millionen Euro pro Stück bekommen. Die beiden anderen Partnerländer, Italien und Spanien, wollen 121 und 87 Maschinen anschaffen. (apa/red)
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