Neuregelung der Chefarztpflicht: Rauch-Kallat lehnt Hauptverbands-Vorschlag ab!
- Runder Tisch mit Ärztekammer vermutlich am Mittwoch
- Behandelnder Arzt soll OK per Fax oder Mail einholen
·Neu ab 1.1.2005: Rezept zum Chefarzt
Änderung soll Patienten einen Amts-Weg ersparen
·Kassen-Vertrag wurde angenommen!
Keine Änderungen. VP- Gleitsmann unglücklich
·Ärztekammer sieht Megachaos kommen
Chefarztpflicht führe zu stundenlangen Wartezeiten
Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat lehnt den Vorschlag des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger zur Neuregelung der Chefarztpflicht ab. Das Hauptverbands-Modell sieht vor, dass nicht mehr der Patient zum Chefarzt muss, sondern dass der Arzt beim Verschreiben eines chefarztpflichtigen Medikaments per Fax eine Genehmigung einholt. Für Rauch-Kallat ist das Versenden von Faxen aber "nicht zielführend". Sie will nun - vermutlich für Mittwoch - einen Runden Tisch zu dieser Frage einberufen.
Das schreibt die "Wiener Zeitung" in ihrer Dienstag-Ausgabe unter Berufung auf den Hauptverband.
Abgelehnt wird von Rauch-Kallat auch die Forderung der Ärztekammer nach 11,2 Euro pro versendetem Fax. "Es hat einmal mehr die Selbstverwaltung des Hauptverbandes und die Selbstverwaltung der Ärztekammer kein Ergebnis gebracht", kritisiert Rauch-Kallat.
Die Gesundheitsreform sieht die Ministerin nach wie vor "im Zeitplan". Die neue Verfahrensordnung für die Zulassung von Medikamenten sei soeben verabschiedet worden, die Grundstrukturen für die Finanzausgleichsverhandlungen mit den Ländern seien fertig (Stichwort: Gesundheitsagenturen). Mit den Gesundheitsagenturen soll die Finanzierung der niedergelassenen Ärzte und der Spitäler in einer Hand koordiniert werden. Rauch-Kallat: "Ich bin guten Mutes, dass im Herbst diese Gesundheitsagenturen gesetzlich umgesetzt werden können."
(apa/red)
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