Donnerstag, 20. Mai 2004

Autofahrer können aufatmen: Vignetten-Tarife werden 2005 nicht erhöht!

  • Autobahn-Gebühr wird weiter 72,60 € betragen
  • Politik übte Druck auf Ausfinag aus

Die heimische Autobahngesellschaft Asfinag wird die Preise für die Autobahn-Vignette im kommenden Jahr nicht anheben. Vermutlich auf Druck der Politik hat die Asfinag auf einen entsprechenden Antrag im Verkehrsministerium verzichtet.

"Es wird für 2005 keinen Antrag auf Erhöhung der Vignetten-Tarife geben", sagte Asfinag-Sprecher Marc Zimmermann am Donnerstag, nachdem Generaldirektor Walter Hecke noch am Dienstag einen Antrag nicht ausgeschlossen hatte. Der "Wunsch" nach einer Vignettenerhöhung für die nächsten Jahre bleibe aber aufrecht, so Zimmermann. Angesichts der hohen Benzinpreise sei eine zusätzliche Belastung durch höhere Straßenmauten jedoch derzeit politisch kaum vertretbar, hieß es am Donnerstag aus Ministeriumskreisen.

Schon im Vorjahr hatte die Asfinag eine Anhebung der Vignettentarife beantragt, die Verkehrsminister Hubert Gorbach (F) jedoch abgelehnt hatte. Damals ging es laut Zimmermann um eine der Anhebung der Jahresvignette für Pkw von aktuell 72,60 Euro auf 100 Euro.

Zu Beginn des heurigen Jahres war im Ministerium beraten worden, die Anhebung der Vignettengebühr mit einer Option auf eine kilometerabhängige Pkw-Maut zu verbinden. Der Autofahrer hätte sich demnach entscheiden können, ob er sich eine Vignette kaufen oder lieber pro gefahrenem Kilometer zahlen wollte, bestätigte Zimmermann. Der 100 Euro-Jahresvignette wäre nach dem Modell laut Ministeriumskreisen eine Maut von 5 bis 6 Cent je Kilometer gegenübergestanden. Diese Überlegungen seien aber vom Tisch, so Zimmermann.

Aus dem Büro Gorbachs hieß es am Mittwoch auf die Frage nach einem Mischmodell "Vignette und Pkw-Maut" nur knapp: "Dazu gibt es bei uns keine Überlegungen." Auch beim Koalitionspartner ÖVP meint man: Ein solches Modell werde bestenfalls in der nächsten Legislaturperiode ein Thema sein. (apa)

20.5.2004 14:33