Staatsanwalt soll Google-Mail überprüfen: Dienst verletzt das Briefgeheimnis!
- Google scannt Mails und schickt passende Werbung
- Einwand: Nur Computer lesen die Nachrichten
·Googles "Gmail":
Testphase im Gange
Suchmaschine testet jetzt einen eigenen Mailservice
·Nach Kritik: G-Mail-Änderung geplant!
Google: Opt-In oder Opt-Out für Werbung möglich
·Richter setzten auf Google, Yahoo & Co.
Suchmaschinen als Beisitzer bei Gericht
Der Wirbel um Gmail, das Mailprogramm von Google, geht weiter. Amerikanische Bürgerrechtler forderten die kalifornische Justiz auf, den E-Mail-Dienst auf mögliche Verstöße gegen gesetzlich verankerte Persönlichkeitsrechte zu überprüfen. Grund dafür: Gmail durchsucht die Mails automatisch auf Schlüsselbegriffe, und sendet dann die passende Werbung an die User.
Die amerikanische Organisationen EPIC, Privacy Rights Clearinghouse und World Privacy Forum befürchten deswegen einen Verstoß gegen das Briefgeheimnis. In einem offenen Brief an Staatsanwalt Bill Lockyer erklären die Beschwerdeführer, dass das kalifornische Gesetz zum Schutz der Privatsphäre Ausnahmen vom Briefgeheimnis von der Zustimmung aller Beteiligten abhängig macht - bei einer E-Mail wäre dies also nicht nur der Absender, sondern auch der Adressat einer Mitteilung.
Google hat erklärt, dass der Inhalt von E-Mails ausschließlich von Computersystemen und nicht von Menschen gescannt wird. Das "Electronic Privacy Information Center" (EPIC) erklärte dazu, dass das Eindringen in die persönliche Privatsphäre bei einem Computer wegen seiner unbegrenzten Speicherfähigkeiten möglicherweise noch schwerer zu bewerten sei.
(APA/red)
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