Freitag, 21. Mai 2004

Da klinget die Post-Kasse: Teilverkauf soll mindestens 263 Millionen Euro bringen

  • ÖVP erwartet sich sogar 500 Millionen

Der Verkauf des Post-Viertels soll angeblich mindestens 263 Millionen Euro bringen. Als Faustregel in der Preisberechnung gelte "Betriebsgewinn mal 15". Ergo sei die gesamte Post gut 1,05 Milliarden Euro schwer.

Das berichtet der "Standard" in seiner Samstagausgabe unter Berufung auf ÖIAG-Kreise. Die Staatsholding erwarte sich für ein Viertel außerdem einen Zuschlag von 30 Prozent, wodurch der Preis auf 340 Mio. Euro steigen würde. Und in Kreisen der ÖVP, die dem Teilverkauf ohnehin kritisch gegenüber stehen soll, erwartet man sich laut "Standard" für das Post-Viertel bereits 500 Mio. Euro, weil ein Finanzinvestor schon vor zwei Jahren für die gesamte Post zwei Mrd. Euro geboten haben soll.

In einem deutschen Fachmedium mit dem Namen "KEP Meldungen" war Mitte der Woche für die Sperrminorität (25 Prozent, plus eine Aktie) an der österreichischen Post ein Kaufpreis von 125 Mio. Euro kolportiert worden. Dieser Preis wird in den ÖIAG-Kreisen allerdings als "Wunsch ans Christkind" beurteilt. Als einziger Interessent für einen Einstieg in Österreich gilt die Deutsche Post. Die ÖIAG prüft für die Österreichische Post aber nach wie vor auch eine Stand-Alone-Lösung. Der Post-Vorstand soll noch bis Anfang Juli Bündnis-Optionen prüfen.
(apa/red)

21.5.2004 19:24