Freitag, 21. Mai 2004

OMV als einziger Bieter um rumänische Petrom noch im Rennen

  • Nun stehen Exklusivverhandlungen an
  • MOL und Occidental ausgeschieden

Der österreichische Mineralölkonzern OMV ist als einziger Bieter im Rennen um die Übernahme des staatlichen rumänischen Ölgiganten Petrom übrig geblieben. Das gab die rumänische Regierung bekannt.

Nach eingehender Prüfung der Angebote der OMV, des US-Konzerns Occidental und der ungarischen MOL habe die Privatisierungskommission beschlossen, mit der OMV Verhandlungen aufzunehmen, um in naher Zukunft einen Privatisierungsvertrag zu unterzeichnen, teilte das rumänische Wirtschaftsministerium offiziell mit.

Die OMV hat die Entscheidung über den Erwerb von 33,34 Prozent des staatlichen rumänischen Ölkonzerns Petrom und eine anschließende Kapitalerhöhung auf 51 Prozent naturgemäß begrüßt.

Investitionen in die Petrom würden sowohl durch die Kapitalerhöhung, die einen bedeutenden Teil des Kaufpreises darstelle, als auch über den operativen Cashflow finanziert werden. Man werde in den kommenden Wochen konstruktiv mit der rumänischen Regierung zusammenarbeiten, um zu einem gemeinsamen Abschluss zu kommen, teilte die OMV mit. Über die Details der Verhandlungen sei Stillschweigen vereinbart worden.

Der OMV-Konzern ist seit 1999 in Rumänien tätig und verfügt mittlerweile über mehr als 60 Tankstellen. Mit der 25,1-Prozent-Beteiligung an der rumänischen Rompetrol Group NV wurden darüber hinaus zusätzliche Raffinerie-Kapazitäten erworben. Bis 2008 will die OMV in Rumänien auf 110 Tankstellen wachsen und weitere 80 Mio. Euro in den Ausbau ihres Netzwerks investieren. Derzeit beschäftigt die OMV Romania Mineraloel s.r.l. direkt 60 Mitarbeiter.
(apa)

21.5.2004 12:58