Donnerstag, 20. Mai 2004

Kaufpreis 125 Millionen Euro? Rätselraten über angeblichen Post-Teilverkauf!

  • Post-Kreise dementieren Fachmagazin-Artikel

Für Rätselraten bei der Österreichischen Post hat am Donnerstag ein Bericht des deutschen Fachmagazins "KEP-Meldungen" gesorgt, wonach ein Verkauf eines 25-Prozent-Anteils an der Österreichischen Post AG bereits perfekt sei - zu einem Kaufpreis von angeblich nur 125 Millionen Euro. In Post-Kreisen meint man, dass der kolportierte Kaufpreis weit unter dem Wert des Unternehmens liegt.

Für die Österreichische Post wird seit Monaten ein Teilverkauf an einen strategischen Partner geprüft. Die Deutsche Post gilt dafür als wahrscheinlichster Käufer. Laut den deutschen "KEP-Meldungen" wird der Gesamtverkaufspreis der Österreichischen Post auf 500 Millionen Euro geschätzt - "etwas zu tief gegriffen", meinen Insider, wo doch alleine das Eigenkapital des Unternehmens zu Jahresbeginn bei 683 Mio. Euro gelegen ist. Der Betriebsgewinn (EBIT) der Post soll sich heuer von knapp 47 Mio. Euro auf 80 Mio. Euro erhöhen.

Die KEP-Meldungen schreiben, dass der Finanzminister die 125 Mio. Euro bereits fix eingeplant habe. Die ÖIAG habe gemeinsam mit Post- Generaldirektor Anton Wais und in Kooperation mit der Investmentbank JP Morgan einen Plan für den stufenweisen Verkauf an die Deutsche Post ausgearbeitet. Spekuliert wird nun, dass es sich bei dem von der Fachzeitung kolportierten Kaufpreis nur um den Preis für den Einstieg bei einem Unternehmensteil handeln könnte.

Für die ÖIAG ist allerdings noch nichts fix. "Es hat kein Verkauf stattgefunden". Die Staatsholding bleibe bei ihren Aussagen, die sie am Montag dieser Woche habe, betonte ÖIAG-Precherin Anita Bauer. Der ÖIAG-Vorstand habe demnach den Auftrag, bis Anfang Juli alle in Frage kommenden Allianzen mit einem strategischen Partner bis hin zu einer Standalone-Variante zu prüfen. Derzeit sei noch alles offen, heißt es. (apa)

20.5.2004 13:00