Dienstag, 18. Mai 2004

ÖVP-Verkehrssprecher Gerstl: City Airport Train ist "sauteuer, aber wirkt nicht"!

  • Geschäftsführer Lehr: Passagierzahlen steigen aber
  • Umstiegssituation in Wien Mitte ein Problem

Die Wiener ÖVP kritisierte am Montag die erst seit Dezember in Betrieb genomme City Airport Train (CAT). Der Verkehrspolitische Sprecher Wolfgang Gerstl konstatierte dass die Flughafen-Schnellverbindung unter den derzeitigen Bedingungen "auch in 20 Jahren nicht rentabel geführt werden" könne. Die CAT-Betreiber weisen die Vorwürfe aber zurück.

Der Geschäftsführer des Wiener Flughafen-Zuges CAT Friedrich Lehr, setzt sich gegen Aussagen des Wiener ÖVP-Verkehrssprechers Wolfgang Gerstl zur Wehr: "Der CAT ist sowohl international als auch national ein Herzeigemodell und sowohl ökologisch als auch ökonomisch auf der Überholspur", betonte Lehr.

Passagierzahlen steigen
Der Zug liege bezüglich der Break Even-Erwartungen im Businessplan und habe im ersten Quartal 2004 die Passagierzahlen um 30 Prozent gesteigert. Zum Vorwurf, der Flughafen Wien habe im Vergleich zu den Flughäfen Amsterdam oder München einen geringeren Anteil an öffentlichem Verkehrsaufkommen, meinte Lehr: "Der Marktanteil der Schiene gegenüber anderen Verkehrsträgern konnte mehr als verdoppelt werden."

Umstiegssitiuation in Wien Mitte muss verbessert werden
Hauptkritikpunkt der ÖVP waren die Umstiegsrelationen in Wien Mitte. Diese würden nicht dem internationalen Standard entsprechen. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Wien Mitte frühestens 2008 fertig sein wird, wird der CAT unter normalen wirtschaftlichen Bedingungen nicht überleben können, so Gerstl. CAT-Betreiber Lehr schlägt vor, dass die ohnehin bereits gesetzten Aktivitäten zur Verbesserung von Wien-Mitte können gerne von allen politischen Verantwortungsträgern unterstützt werden. (apa/red)

18.5.2004 09:13