Donnerstag, 20. Mai 2004

ÖFB-Kader für das Freundschaftsspiel gegen Russland ohne Überraschung

  • Salzburg-Goalie Arzberger als einziger Neuling
  • Russland im Verletzungspech: Vier Spieler fallen aus

ÖFB-Teamchef Hans Krankl gab am Donnerstag in St. Pölten den Kader für das freundschaftliche "Raiffeisen"-Länderspiel Österreich gegen Russland am Dienstag (19:00 Uhr, Schwarzenegger-Stadion, Graz) bekannt. Mit Salzburg-Tormann Heinz Arzberger gibt es auch einen Debütanten, den 29. in der Ära Krankl, im rot-weiß-roten Dress. Für den 31-Jährigen ist es die erste ÖFB-Einberufung überhaupt, auch im Nachwuchsbereich war er noch nie einer österreichischen Auswahl eingesetzt. Auf networld.at sind Sie am Dienstag LIVE dabei!

Russland hingegen muss auf vier Stammkräfte verzichten. Nach Kapitän Viktor Onopko (Knie-Verletzung) fallen auch Lok Moskau-Spielmacher Dmitri Loskow (Rücken-Probleme) und das CSKA Moskau-Duo Sergej Ignaschewitsch und Rolan Gusew aus.

Krankl: "Wichtiges und schweres Ländermatch
"Der Kader ist im Großen und Ganzen gleich geblieben, aber durch die Verletzungen von Payer und Schranz kommt Arzberger, der sich diese Chance auch einmal verdient hat", meinte Krankl, der seine Mannschaft am Samstagabend in Bad Tatzmannsdorf zusammenzieht. Am Freitag wurde Mathias Dollinger für seinen verletzten Teamkollegen Anton Ehmann nachnominiert. Die sechs GAK-Cupfinalisten werden direkt aus Salzburg mit dem Bus ins Teamcamp reisen, von Ex-Meister Austria ist übrigens kein einziger Spieler mehr im Aufgebot.

Krankl spricht nach dem 1:1 gegen die Slowakei und dem 4:1 über Luxemburg von einem "wichtigen und schweren Ländermatch". Über die Ansetzung innerhalb von nur 48 Stunden nach dem Cupfinale ist er nicht glücklich. "Aber wir brauchen ein drittes Spiel im Frühjahr. Selbst wenn wir verlieren, macht das nichts, es ist wichtig, dass wir das Match haben", so der Teamchef, der die Spieler vom Cup-Finale aber sicher nicht die ganzen 90 Minuten einsetzen wird.

Österreich in einem Länderspiel wieder mal Außenseiter
Russland stuft er qualitativ über Österreich ein. "Wir sind Außenseiter, aber wir werden uns mit aller Kraft gegen eine Niederlage stemmen." Für das dritte Ländermatch des Jahres im Schwarzenegger-Stadion sind bisher 5.000 Karten verkauft. "Ich hoffe schon, dass viele Leute kommen, denn ich nehme an, dass auch einige GAK-Spieler von Beginn an spielen werden.

Mit Markus Schopp (Brescia) und Martin Stranzl (1860 München) stehen diesmal nur zwei Legionäre im Kader. "Cerny hat mir zuletzt nicht so gefallen", erklärte Krankl. Dafür sei Pogatetz wieder dabei. Am ehesten seien die Russen von den kommenden WM-Qualifikationsgegnern mit den Polen zu vergleichen.

Zur TV-Revolution in Sachen Bundesliga-Rechte wollte Krankl nicht viel sagen. "Da muss man abwarten, was herauskommt. Den ÖFB betrifft das ja nicht, unsere Matches werden ja weiterhin übertragen." Ob er Premiere zu Hause hat? "Das ist kein Problem", meint er trocken.

(apa)

20.5.2004 12:29