Freitag, 21. Mai 2004

"Rotes Meer" am Grazer Hauptplatz: GAK feiert Meistertitel enthusiatisch

  • Kapitän Toni Ehmann: "Irrsinnig stolz"
  • Feuerwerk zum Abschluss der Feiern

Die Meisterschaft ist zu Ende, am Sonntag wartet auf Meister GAK noch das Cupfinale gegen die Austria. Schon am Freitag aber ließen sich die Athletiker am Grazer Hauptplatz gebührend feiern. Nach dem Empfang im Casino ging es auf den Balkon des Rathauses, wo 10.000 Fans der Meisterteller präsentiert wurde.

Bürgermeister Siegfried Nagl, dessen Lieblingsverein seit seiner Kindheit GAK heißt, hatte zu einem großen Empfang im Rathaus geladen. Dort trugen sich die Fußballer in das "Goldene Buch der Stadt Graz" ein. Als sich die Mannschaft dann auf dem Rathaus-Balkon zeigte, Kapitän Toni Ehmann den Meisterteller in die Höhe reckte, kam unter den Fußballfreunden besondere Freude auf. Der Abwehrrecke zeigte sich über die unerwartet große Begeisterung im GAK-Lager "irrsinnig stolz".

Dann ging es im Autokonvoi zur GAK-Anlage in der Körösi-Straße, wo sich ebenfalls tausende GAK-Anhänger zur Feier ihrer Lieblinge versammelt hatten und um den Einheitspreis von einem Euro konsumieren konnten. Ab kommenden Jahr übersiedeln die "Rotjacken" ja ins neue Trainingsareal in Andritz im Norden der Stadt. Für zehn Uhr am Abend war noch ein Feuerwerk geplant.

Trainer Walter Schachner hatte hinsichtlich des Cupfinales gewisse Bedenken, "denn es wird sehr schwer werden, am Sonntag eine fitte Mannschaft aufs Feld zu schicken". Er wollte seinen Schützlingen aber die Meisterfeier "nicht vermasseln". Als Austria-Mäzen Frank Stronach in seiner Eigenschaft als Bundesliga-Präsident am Samstag in der Südstadt den Meisterteller überreichte, gratulierte der Austro-Kanadier auch seinem Ex-Trainer. "Er hat mir gesagt, ich hätte damals bei der Austria bleiben können (Anmerkung: als Assistent von Christoph Daum), doch ich habe dem Frank geantwortet: 'Ich habe nun wohl bewiesen, dass ich ein Einsertrainer bin'", erzählte der Meistermacher.

Der GAK schaffte somit sechs Jahre (1998) nach dem Stadtrivalen Sturm, der 1999 noch einmal zuschlug und in jenem Jahr auch das Double erreichte, den Titelgewinn. Als sechster Nicht-Wiener-Verein nach dem LASK, Innsbruck/Tirol, VOEST Linz, Salzburg und Sturm. Admira (Wacker) übersiedelte ja als Fusion der Wiener Vereine Admira (Floridsdorf) und Wacker (Meidling) nach Niederösterreich.
(apa/red)

21.5.2004 20:40