Freitag, 21. Mai 2004

Bundesliga künftig auf ATVplus:
"Modernen Verhältnissen anpassen"

  • TV-Chef Prenner: "Verantwortung & Herausforderung"
  • Kein Kommentar zu Kosten-Teilung mit Premiere

Als "große Verantwortung und Herausforderung" hat Franz Prenner, Vorstand von ATVplus, am Freitag die künftige Berichterstattung über die österreichische Fußball-Bundesliga bezeichnet. ATVplus und der Pay-TV-Sender Premiere hatten am Mittwoch den Zuschlag für die Bundesliga-TV-Rechte bekommen und somit den ORF ausgebootet.

Wie sich die beiden Privatsender den Preis von 42 Millionen Euro für drei Jahre aufteilen, wurde von ATVplus am Freitag auf APA- Anfrage nicht verraten. Es gebe ein "Gentlemen Agreement", über die interne Aufteilung Stillschweigen zu bewahren, sagte Unternehmenssprecherin Alexandra Damms. Einen kolportierten Schlüssel von 80 Prozent (Premiere) zu 20 Prozent (ATVplus) wollte sie nicht kommentieren.

Dass die nationale Liga uneingeschränkt im Free-TV zu sehen ist, entspreche schon lange nicht mehr den europäischen Verhältnissen, argumentiert man bei ATVplus unter anderem mit einem Blick nach England. Bundesliga-Fußball werde es weiterhin auch im Free-TV zu sehen geben, wird außerdem versichert. Mit einem kleinen Seitenhieb auf die Gebührenfinanzierung des ORF bezeichnete Prenner seinen Sender sogar als das "einzige Free-TV des Landes".

Geplant sind derzeit jedenfalls vier Live-Spiele am Samstag und eines am Sonntag (auf Premiere), dazu Zusammenfassungen und eine große "Fußball-Show" am Samstagabend. Prenner: "So, wie sich die österreichische Medienlandschaft in den letzten Jahren weiterentwickelt hat, wollen wir auch die Fußball-Berichterstattung modernen Verhältnissen anpassen."

(apa)

21.5.2004 12:20