Nach dem Absturz: Kärnten peilt den sofortigen Wiederaufstieg an
- Budget wird halbiert, aber Pacult bleibt Trainer
- Kolvidsson, Hattenberger, Brzeczek, Zajac, Zafarin weg
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Bittere Tränen wurden am Wörthersee vergossen, die Enttäuschung ist riesengroß: Nach drei Saisonen hat das "Abenteuer Bundesliga" für den FC Kärnten ein vorläufiges Ende gefunden. Doch das Ziel für die kommende Saison in der Red Zac Ersten Liga ist klar: sofortiger Wiederaufstieg! Als Hoffnungsträger fungiert Peter Pacult. Der ehemalige 1860-Trainer begleitet die Kärntner in die zweithöchste Spielklasse und soll trotz Sparkurs eine Mannschaft zur Verfügung haben, die um den Meistertitel mitspielen kann.
"Unser Ziel ist es jetzt, einen Großteil der Mannschaft zu halten. Wir wollen ein Team aufbauen, das sofort wieder um den Aufstieg mitspielt", meinte der geschäftsführende Präsident Josef Steindorfer. Fünf Spieler verlassen den Verein bereits fix: Kolvidsson, Hattenberger, Brzeczek, Zajac und Zafarin. Um eine Weiterverpflichtung von Thomas Höller, Patrick Jovanovic und Roland Goriupp bemüht sich der Verein. Ob die beiden Legionären Sasa Papac und Marijo Maric den FCK-Dress künftig tragen werden, steht noch nicht fest. Die Spieler haben laufende Verträge, allerdings liegen bereits einige Angebote anderer Vereine vor. Noch ausständig ist die Verhandlungsrunde mit Stanko Bubalo und Benjamin Akwuegbu. Mit ihnen wird die Vereinsführung in der kommenden Woche über eine Vertragsverlängerung sprechen.
Rohdiamant Weber bleibt in Klagenfurt
Eine entscheidende Rolle soll dabei "Rohdiamant" Manuel Weber zukommen. Der 18-jährige Mittelfeldspieler hat Angebote von österreichischen und deutschen Klubs, wird aber wohl in Klagenfurt bleiben, um seine Schulausbildung (Matura) abzuschließen. Dafür werden Kicker wie Akwuegbu, Brzeczek und Jovanovic abgegeben, weitere sollen folgen. "Wir wollen jetzt mit jungen österreichischen Spielern arbeiten", so Steindorfer.
Budget wird halbiert
Wenn auch der österreichische Weg, den die Kärntner auf Grund der Ausländerregelung in der Ersten Liga einschlagen müssen, keinen sportlichen Erfolg garantiert, so wirkt er sich zumindest budgetschonend aus - im Hinblick auf die nun notwendig gewordenen Einsparungen in Klagenfurt ein nicht unwesentlicher Faktor: "Wir müssen unser Budget von derzeit sieben Millionen Euro auf rund die Hälfte kürzen", sagte Steindorfer.
Coach Pacult bleibt trotz des bitteren Gangs in die zweithöchste Spielklasse ein weiteres Jahr in Klagenfurt, freuen kann er sich darüber aber offensichtlich nicht so recht: Ich muss allen Leuten, die mich gefragt haben, warum tust du dir das an, leider Recht geben."
(apa/red)
