Freitag, 21. Mai 2004

Verwirrspiel um Ralf Schumacher: Laut Lauda ist Wechsel zu Toyota schon fix

  • "Am Nürburgring wird er Wechsel bekannt geben"
  • Toyota-Sprecher: "Wir planen in dieser Hinsicht nichts"

Das Verwirrspiel um den möglichen Wechsel von Ralf Schumacher zu Toyota hält weiter an. "Am Nürburgring wird Ralf seinen Wechsel zu Toyota bekannt geben", verriet der frühere Formel-1-Weltmeister Niki Lauda dem Kölner "Express" die angeblichen Pläne des Williams-BMW-Piloten. Weder Ralf Schumacher noch Toyota bestätigten jedoch diese Spekulationen.

Von Ralf Schumacher gab es am Freitag in Monte Carlo keine Stellungnahme: "Wir werden nichts mehr dazu sagen", teilte Schumachers Medienbeauftragter Thomas Hofmann auf Anfrage mit. Toyota-Pressesprecher Andrea Ficarelli stellte vor dem Großen Preis von Monaco am Sonntag fest: "Wir planen in dieser Hinsicht nichts am Nürburgring."

Weil auch Ralf Schumachers kolumbianischer Teamkollege Juan Pablo Montoya den britisch-deutschen Rennstall Ende der Saison verlassen wird, gibt es Gerüchte über eine neue Fahrerpaarung bei Williams-BMW. "In Zukunft ist alles möglich", sagte der Technische Direktor des Teams, Patrick Head, in Monte Carlo. Der Brite räumte ein, mit dem kanadischen Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve "eine Diskussion" gehabt zu haben.

Verständnis für Ralf Schumacher und Kritik an Williams hat Gerhard Berger vor dem Großen Preis von Monaco geäußert. Der ehemalige BMW- Motorsportdirektor und Formel-1-Pilot kann sich vorstellen, dass der 28-jährige Deutsche Williams-BMW nach sechs Jahren verlassen will. Ein Doppelwechsel sei jedoch "normalerweise nicht hilfreich" für ein Team.

Berger verteidigte außerdem den Motor von BMW, kritisierte jedoch Williams. "Es ist ganz klar, das Auto ist einfach nicht schnell genug", schob Berger den Briten die Schuld am derzeit eher schwachen Abschneiden des Teams zu.

FIA-Präsident Max Mosley verteidigte indes die geplanten einschneidenden Reglementsänderungen in der Formel 1. Ziel der Reformen ist es unter anderem, durch weniger Elektronik, geringere Motorleistung, eingeschränkte Aerodynamik und Einheitsreifen den Grand-Prix-Sport ab spätestens 2008 wieder spannender und billiger zu machen.

(apa)

21.5.2004 16:30
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