Sonntag, 23. Mai 2004

Mission Klassenerhalt erfüllt: Jara bleibt wohl weiter Trainer in Kaiserslautern!

  • FCK-Chef Jäggi: "Fehde mit dem Tiroler ist zu Ende"
  • PLUS: Die Abschlusstabelle der Bundesliga-Saison!

Vom deutschen Boulevard wurde er bereits totgesagt, doch Kurt Jara lässt sich nicht unterkriegen. Nach dem geschafften Klassenerhalt in der deutschen Bundesliga wird der Tiroler wohl auch in der nächsten Saison Coach des 1. FC Kaiserslautern sein. "Jara bleibt der Trainer", gab FCK-Chef Rene C. Jäggi eine Arbeitsplatz-Garantie ab. Der Schweizer Sanierer des fast abgewirtschafteten pfälzischen Kult-Clubs bezeichnete seine Fehde mit dem Tiroler als erledigt.

Jara sah seine Mission beim FCK, der mit drei Punkten Abzug in die Meisterschaft starten musste, als erfüllt an. "Es ist absolut schön, dass wir es aus eigener Kraft geschafft haben, in der Bundesliga zu bleiben. Ich verspüre eine Riesenfreude", sagte der 54-Jährige, der am 4. Februar die Nachfolge des entlassenen Erik Gerets angetreten hatte. Mit welchen Leuten Jara in der kommenden Saison zusammen arbeiten wird, wird sich demnächst zeigen.

Kann Kaiserslautern die Abgänge verkraften?
Jäggi, der seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender zum 30. Juni gekündigt hatte, nahm Abstand von seinem angekündigten Abschied. Er will in Kaiserslautern bleiben, "in welcher Funktion auch immer". Stürmer Miroslav Klose wechselt zu Meister Werder Bremen, Kapitän Aleksander Knavs und der Tscheche Vratislav Lokvenc nach Bochum. "Wir verlieren drei absolute Leistungsträger, die wir adäquat ersetzen müssen, um in der nächsten Saison nicht wieder in Schwierigkeiten zu kommen", sagte Jara. Nach Carsten Jancker (Udinese Calcio) stehen mit Markus Babbel (Blackburn) und Christian Nerlinger (Glasgow Rangers) zwei ausrangierte Nationalspieler auf Jaras Wunschliste.

Nach Abstieg: 1860-Coach geht
1860 München, nach dem Bestechungsskandal um das neue Münchner Stadion und die peinlichen Querelen im Vorstand nach dem Ende der Wildmoser-Ära nicht zur Ruhe gekommen, musste sich nach zehn Jahren aus der Bundesliga verabschieden. "Unser oberstes Ziel kann nur der Wiederaufstieg sein", sagte Präsident Karl Auer nach dem 1:3 bei Borussia Mönchengladbach.

Trainer Gerald Vanenburg wird 1860 verlassen. Dies habe der Niederländer Präsident Auer am Sonntag mitgeteilt, verkündete der Verein in einer Pressemitteilung. Vanenburg hatte bei den "Löwen" am 19. April die Nachfolge des entlassenen Falko Götz als Chefcoach übernommen. In fünf Spielen unter seiner Leitung war der Traditionsclub ohne Sieg geblieben und hatte den Absturz in die zweite Liga somit nicht verhindern können.

Ob in der zweiten Liga im Stadion an der Grünwalder Straße gespielt wird (was immer wahrscheinlicher wird) und wie das neue Team aussieht, ist bei den "Löwen" völlig offen.

Nur der Abschied von Lauth gilt als beschlossene Sache, denn nur durch Transfer-Erlöse kann die Lizenz gesichert werden. Gehen wird wohl auch Martin Stranzl, einer von vier Österreichern (dazu Harald Cerny, Markus Weissenberger, Marcus Pürk). "Ich warte seit dem Winter auf ein Gespräch über meine Zukunft. Da macht man sich schon Gedanken", meinte der ÖFB-Teamverteidiger.

(apa/red)

23.5.2004 12:33