Alle Präsidenten und Generalsekretäre der FIFA auf einen Blick
- Längstdienender Chef war Jules Rimet 1921 - 1954
- Präsident wird von 204 Verbänden für je 4 Jahre gewählt
Der Franzose Robert Guerin wurde am 23. Mai 1904 zum ersten Präsidenten der FIFA gewählt. Ihm folgten bis dato sieben weitere Vorsitzende. Der amtierende Präsident Joseph Blatter aus der Schweiz wurde im Juni 2002 nach heftigen Turbulenzen wiedergewählt, der Kongress dehnte die Verlängerung um ein zusätzliches Jahr bis 2007 aus.
Der Präsident wird von den 204 im Kongress vertretenen und stimmberechtigten Verbänden für jeweils vier Jahre gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. Die Rechte und Pflichten des Präsidenten sind in den FIFA-Statuten festgelegt: Er vertritt die Föderation in rechtlicher Hinsicht und führt den Vorsitz beim Kongress, im Exekutiv-, Dringlichkeits- und allen anderen Komitees, zu deren Vorsitzenden er ernannt worden ist. Er hat ein einfaches Stimmrecht, bei Stimmengleichheit entscheidet jedoch seine Stimme.
Die Präsidenten
1904-1906 Robert Guerin (FRA)
1906-1918 Daniel Burley Woolfall (ENG): Der Brite startete einen
unerbitterlichen Kampf um einheitliche Spielregeln.
1921-1954 Jules Rimet (FRA): Er machte 1930 in Uruguay den Traum
einer Weltmeisterschaft zur Wirklichkeit. Nach ihm wurde der erste
WM-Pokal benannt. Rimet wurde 1954 zum ersten Ehrenpräsidenten der
FIFA ernannt.
1954-1955 Rodolphe William Seeldrayers (BEL)
1956-1961 Arthur Drewry (ENG): Nach dem Tod von Seeldrayers
fungierte der Engländer vorerst interimistisch als Präsident. Am 25.
März 1961 verstarb auch Drewry, für ihn übernahm der Schweizer Ernst
B. Thommen bis zum nächsten Kongress im September die
Geschäftsführung. Thommen war auch OK-Präsident der
Weltmeisterschaften 1954, 1958 und 1962.
1961-1974 Sir Stanley Rous (ENG): Der frühere Schiedsrichter wurde
am 11. Juni 1974 zum zweiten Ehrenpräsidenten ernannt.
1974-1998 Joao Havelange (BRA): Mit dem Südamerikaner wurde ein
neues Zeitalter eingeläutet. Zuvor hing das Weiterbestehen des
Verbandes fast ausschließlich vom Einkommen aus den
Weltmeisterschaften alle vier Jahre ab. In kurzer Zeit machte
Havelange aus der verwaltungs-orientierten Institution ein
dynamisches Unternehmen mit über 100 Angestellten. Nach seinem
Rückzug wurde der Brasilianer zum dritten Ehrenpräsidenten der FIFA
gewählt.
1998-? Joseph S. Blatter (SUI): Der langjährige Generalsekretär
übernahm einen Verband, der von sieben Mitgliedsländern bei der
Gründung auf inzwischen 204 Mitglieder angewachsen ist und
Milliarden-Einnahmen generiert.
1906-1918 Daniel Burley Woolfall (ENG): Der Brite startete einen
unerbitterlichen Kampf um einheitliche Spielregeln.
Die Generalsekretäre
1904-1906 Louis Muhlinghaus (BEL)
1906-1931 Carl Anton Wilhelm Hirschmann (NED)
1932-1951 Ivo Schricker (GER)
1951-1961 Kurt Gassmann (SUI)
1961-1981 Helmut Käser (SUI)
1981-1998 Joseph Blatter (SUI)
1998-2002 Michel Zen-Ruffinen (SUI)
seit 2002 Urs Linsi (SUI)
(apa)
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