Keine Tore beim 100. Geburtstag der FIFA: Frankreich und Brasilien trennen sich 0:0
- Erste Hälfte in historischen Trikots von 1904
·Die 100-jährige FIFA-Geschichte
Sieben Gründungsländer, Österreich seit 1905 dabei
·Alle Präsidenten der FIFA seit 1904
Längstdienender Chef war Jules Rimet 1921 - 1954
Welche beiden Mannschaften hätten den 100. Geburtstag der FIFA würdiger feiern können als der regierende Weltmeister Brasilien und der regierende Europameister Frankreich. Und das just im Pariser Stade de France, jenem Ort, an dem Frankreich die Ballzauberer vom Zuckerhut im WM-Finale '98 3:0 besiegten. Herausgekommen ist ein 0:0 der beiden hochdekorierten Auswahlen mit Spielern aus den Top-Ligen der Welt
Beim stimmungsvollen Spektakel im mit 79.344 Zuschauern ausverkauften "Stade de France"in Paris fehlten zwar die Tore. In der in über 100 Ländern live ausgestrahlten Partie - Weltrekord für ein Freundschaftsspiel - lieferten sich beide Teams dennoch ein Duell auf allerhöchstem Niveau.
Allein die Kabinettstückchen von Frankreichs umjubeltem Superstar Zinedine Zidane waren das Eintrittsgeld Wert. Gemäß dem Anlass riefen die Beteiligten die Vergangenheit in Erinnerung. In einem werbefreien Stadion liefen beide Mannschaften in der ersten Halbzeit in Replikate der Spielkleidung aus ihrer Länderspiel-Gründerzeit auf. Auch das Schiedsrichtergespann trug die Anfang des 20. Jahrhunderts üblichen langen Shorts und ausladenden Hemden. Zur zweiten Hälfte streiften die Protagonisten wieder ihre zeitgemäße Arbeitskleidung über.
Der gebotene Fußball in der Neuauflage des WM-Finals von 1998, das Frankreich an gleicher Stelle mit 3:0 gewonnen hatte, war allerdings von der ersten Minute an hochmodern, wenngleich nicht mit übermäßig viel Torchancen garniert. Dies war allerdings auch nicht zu erwarten, da beide Teams die Angelegenheit sehr konzentriert und engagiert angingen und in dem Prestigeduell auf keinen Fall verlieren wollten.
Insgesamt waren die Brasilianer die bessere Mannschaft, scheiterten aber entweder wie Roberto Carlos am Pfosten oder am starken französischen Torhüter Gregory Coupet. Auf der Gegenseite traf der eingewechselte Sylvain Wiltord aus elf Metern das Tor nicht (64.).
(apa/red)
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