Daviscup-Relegation: Österreich gegen Großbritannien steigt in Pörtschach
- Musters Wünsche: Sand, Outdoor, geringe Höhenlage
- Fed-Cup-Viertelfinale im bergisel-Stadion
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Österreichs Daviscup-Team, erstmals unter der Leitung des neuen Kapitäns Thomas Muster, empfängt Großbritannien vom 24. bis 26. September im Kampf um den Verbleib in der Weltgruppe in Pörtschach. "Wir schließen damit an eine Reihe von erfolgreichen Veranstaltungen an diesem Schauplatz an", meinte ÖTV-Generalsekretär Martin Reiter am Mittwoch gegenüber der APA.
Pörtschach, so Reiter, habe auch die Wünsche von Muster erfüllt: Sand, eine Veranstaltung im Freien und eine geringe Höhenlage. "Henman ist für seinen hohen Ballwurf beim Aufschlag bekannt und da ist Outdoor natürlich besser für uns", erklärte Reiter. Weitere Bewerber für die Austragung seien Wien, Graz und Innsbruck gewesen. In Wien war das Radstadion, in Graz ein Outdoor-Event in Unterpremstätten und in Innsbruck die Eishalle im Gespräch.
Für den Ort am Wörthersee sprach wohl auch eine gewisse Wettersicherheit, denn so spät im September gibt es für eine Freiluftveranstaltung in Österreich nicht viele Möglichkeiten. "Wir werden aber sicher eine Regenversicherung abschließen und die Beginnzeiten schon früher ansetzen", sagte Reiter. Die Tribünen auf der Werzer-Anlage werden für zumindest 3.500 Zuschauer ausgelegt, diese können aber bis zehn Tage vor dem Duell mit Tim Henman und Co. auf bis zu 5.000 Fans ausgebaut werden.
Fed-Cup-Viertelfinale im Bergisel-Stadion>
Während für das Fed-Cup-Viertelfinale Österreich - USA im Innsbrucker Bergisel-Stadion eine belgische Agentur beauftragt wurde, veranstaltet Tennis Austria in Pörtschach selbst. "Beide Events hätten wir nicht selbst machen können, aber in Pörtschach kennen wir uns aus und erwarten uns dadurch betriebswirtschaftlich mehr Gewinn." Dafür muss man in Kärnten das komplette Risiko selbst tragen. Die Kärntner Politik steht jedenfalls voll hinter der Veranstaltung, das Land soll kolportierte 200.000 Euro dazu beitragen.
In Innsbruck, wo am 10./11. Juli gespielt wird, kann sich der Verband auf die Dienste einer deutschen Agentur in belgischem Besitz verlassen, die auch für das deutsche Daviscup-Team schon veranstaltet hat. "Wir müssen am Bergisel etwa 1.000 Quadratmeter begradigen, da wird ein Gerüst auf dem Boden verlegt. Danach kommen 800 Quadratmeter Sand ins Stadion", beschreibt Reiter den wohl aufwändigsten Bau eines Tennisplatzes für ein Event in Österreich.
Der ÖTV als Auftraggeber rückt kurioserweise auch in die Angestelltenrolle der Agentur. Tätigkeiten wie die Gestaltung des Programmhefts, Organisation von Ordnerdiensten, Linienrichtern oder Teambetreuung wurden ausgeschrieben und der ÖTV hat den Zuschlag erhalten. Reiter: "Damit erhalten wir nicht nur das Fixum, sondern können da zusätzliche Gelder lukrieren." Aus dem Fed Cup sind dem ÖTV 60.000 Euro Gewinn garantiert, im Daviscup erhofft Reiter für den Verband eine noch höhere Summe.
(apa/red)
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