USA setzen Luftwaffe ein: Zahlreiche Tote bei Gefechten in Najaf und Kufa!
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Nach der geplanten Machtübergabe am 30.6.
In der für Schiiten heiligen irakischen Stadt Najaf und im nahe gelegenen Kufa haben sich Einheiten der US- Streitkräfte und irakische Milizen in der Nacht auf Sonntag schwere Gefechte geliefert. Die US-Streitkräfte setzten dabei neuerlich die Luftwaffe ein. Nach Angaben von Ärzten wurden in Najaf mindestens 14 Menschen getötet und 37 verletzt, vor allem irakische Zivilisten und Polizeibeamte.
Der Sender CNN berichtete, während eines Sturms auf eine Moschee in Kufa seien 16 oder 17 Milizen des Schiiten-Klerikers Muktada al Sadr von US-Soldaten und Bewaffneten einer irakischen Spezialeinheit getötet worden. Sadr, der seine schiitischen Kämpfer vor Wochen zum Kampf gegen die ausländischen Besatzer aufgerufen hatte, hält sich angeblich in Najaf versteckt. Er unterhält aber auch Stützpunkte in der Stadt Kufa, wo er regelmäßig zu seinen Freitagspredigten erscheint.
An dem Sturm am Samstagabend auf Kufa waren laut CNN rund 600 Soldaten, unterstützt von rund 20 Panzern, beteiligt. Die Ortschaft wurde dabei mit schwerer Artillerie beschossen. Ein Panzer habe die Eingangstür einer Moschee in Kufa eingerammt. In der Moschee hätten die US-Soldaten ein umfangreiches Waffen- und Munitionslager gefunden, berichtete CNN.
Auf ein Gebiet nördlich des historischen Friedhofs von Najaf seien nach Mitternacht von der US-Luftwaffe Bomben abgeworfen worden. Auch der schwere Beschuss auf Kufa hielt bis in die Dunkelheit an. Am Sonntagmorgen berichteten Augenzeugen von sporadischen Schusswechseln im Kampfgebiet. In der Stadt Kerbala, wo es am Freitag ebenfalls schwere Gefechte gegeben hatte, blieb es nach Korrespondentenberichten am Sonntag zunächst weiter ruhig. Es ließen sich dort keine schiitischen Aufständischen auf der Straße sehen, hieß es.
Das US-Militär im Irak hatte am Samstag die über einen Vermittler Sadrs abgegebene Forderung nach einem Rückzug aus Kerbala und Najaf zurückgewiesen. Im Gegenzug hatten die schiitischen Kämpfer erklärt, ihre Bewaffneten von der Straße abziehen zu wollen. (apa/red)
