Indien hat ersten Nicht-Hindu Premier: Manmohan Singh in Neu-Dehli vereidigt
- 14. Premier seit der Unabhängigkeit von den Briten
- Singh soll auch das Finanzministerium führen
Eineinhalb Wochen nach dem Wahlsieg der Kongresspartei ist am Samstag der frühere Finanzminister Manmohan Singh als neuer indischer Premierminister vereidigt worden. Die feierliche Zeremonie zur Amtsübernahme fand am Samstag im Präsidentenpalast in Neu-Delhi statt.
Der 71-jährige Singh ist der 14. indische Premierminister seit der Unabhängigkeit von britischer Kolonialherrschaft 1947. Er löst Atal Behari Vajpayee von der hindu-nationalistischen Bharatiya Janata Party (BJP) ab.
Aus der Kongresspartei hieß es, der neue Premierminister werde vermutlich auch das Finanzministerium führen. Singh, der bereits von 1991 bis 1996 Finanzminister war, gilt als Architekt der indischen Wirtschaftsreformen. Der Kongress-Spitzenpolitiker Pranab Mukherjee wurde als Innenminister gehandelt. Das Außenministerium dürfte an den Kongresspolitiker und früheren Diplomaten Natwar Singh gehen.
Die hektischen Verhandlungen zwischen der Kongresspartei und den Koalitionspartnern über die Verteilung der Ministerposten waren in der Nacht zu Samstag fortgesetzt worden. Neben Singh nahm auch die Präsidentin der Kongresspartei, Sonia Gandhi, an den Gesprächen teil. Singh war mit der Regierungsbildung beauftragt worden, nachdem die gebürtige Italienerin Gandhi überraschend auf das Amt verzichtet hatte.
(apa)
