Hochzeits-Angriff: US-General sieht keinen
Grund sich zu entschuldigen
- US-Armee leitet dennoch Untersuchungen ein
- Bis zu 45 Menschen kamen nahe Syrien ums Leben
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Nach dem Massaker mit bis zu 45 Toten bei einer Hochzeit im Irak, leitet die US-Armee jetzt Untersuchungen zu den Vorwürfen ein. Vor allem wegen des Medieninteresses werde es eine Untersuchung geben, sagte US-General Mark Kimmit am Donnerstag in Bagdad. Der Kommandeur der 1. US-Marine-Division sieht keinen Grund sich zu entschuldigen.
Der Angriff in der Ortschaft Makredib an der Grenze zu Syrien sei auf Grund von Geheimdiensthinweisen erfolgt, wonach "bewaffnete Aufständische" in dem Ort zusammengekommen seien, sagte Kimmit weiter. In der Region seien Waffen gefunden worden, darunter Maschinengewehre und Scharfschützengewehre.
Augenzeugen und der arabische TV-Sender El Arabiya hatten berichtet, US-Kampfhubschrauber hätten zwei Häuser in der Ortschaft Makredib angegriffen, in denen die Iraker feierten. Die Hochzeitsgäste hätten Freudenschüsse abgegeben und seien daraufhin von den Kampfhubschraubern beschossen worden.
"Lassen Sie uns nicht naiv sein"
"Wie viele Menschen gehen mitten in die Wüste, 16 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt, um eine Hochzeit 130 Kilometer fern jeder Zivilisation zu feiern," sagte der Kommandeur der 1. US-Marine-Division, James Mattis, am Donnerstag vor der Presse in Falluja. "Das waren mehr als zwei Dutzend Männer im wehrfähigen Alter. Lassen sie uns nicht naiv sein," fügte er hinzu. Auf Fragen nach Berichten des arabischen Fernsehsenders El Arabiya, die weinende Angehörige bei der Beisetzung von Toten, darunter ein Kind, zeigten, antwortete er: "Ich habe die Bilder nicht gesehen, aber in Kriegen geschehen üble Dinge. Ich muss mich nicht für das Verhalten meiner Männer entschuldigen".
