Dienstag, 18. Mai 2004

Lage im Irak als Diskussionsthema: Berlusconi berät mit Bush in Washington

  • Verurteilung des Folterskandals angekündigt
  • Öffentliche Prozesse und "gerechte Strafen" erwünscht

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi wird heute von US-Präsident George W. Bush im Weißen Haus empfangen. Bei dem Treffen werden die beiden Verbündeten vor allem über die prekäre Sicherheitslage im Irak beraten. Berlusconi kündigte ferner eine deutliche Verurteilung der Misshandlung irakischer Gefangener durch US-Soldaten an.

Er werde öffentliche Prozesse und "gerechte Strafen" fordern. Berlusconis Koalitionspartner und die katholische Kirche appellierten im Vorfeld an den Regierungschef, von Bush einen radikalen Kurswechsel zur Stabilisierung des Iraks zu fordern. Italien hat rund 3000 Soldaten im Irak stationiert. Zudem sind noch drei Italiener in der Gewalt von Geiselnehmern. (apa/red)

18.5.2004 22:21