Handfeste Kritik an Schröder: Arbeitsloser Lehrer ohrfeigte deutschen Kanzler!
- 52-jähriger Pädogoge wird von SPD ausgeschlossen
- Schröder trug durch Angriff keine Verletzungen davon
Schröder dient als "Watschenmann" für arbeitslosen Lehrer: Der 52-Jährige Pädagoge aus Bad Krozingen, der den deutschen Bundeskanzler am Dienstagabend geohrfeigt hat, habe die Aussage verweigert und zu seinem Motiv keine Angaben gemacht, sagte Polizeisprecher Martin Boll am Mittwoch in Mannheim. Der Mann, der seit Ende Februar bei der SPD ist, war bei einem Empfang für Neumitglieder mit rund 150 Gästen auf Schröder losgegangen.
Nach dem Polizeiverhör wurde der Angreifer auf freien Fuß gesetzt. Nach Feststellung von Identität und Wohnort habe es keine Haftgründe gegeben, sagte der Polizeisprecher. Um das weitere Vorgehen kümmere sich nun die Staatsanwaltschaft, hieß es.
Ein Sprecher der baden-württembergischen Landes-SPD sagte in Stuttgart, der Mann solle aus der Partei ausgeschlossen werden. Laut Regierungssprecher Thomas Steg gab Schröder zum Zeitpunkt des Vorfalls Autogramme in einem Konferenzraum des Kongresszentrums Rosengarten. Schröder habe "keine sichtbaren Verletzungen" erlitten, hieß es lediglich. Laut Steg reagierte der Kanzler gelassen auf den Schlag, zumal die Sache "schnell bereinigt" gewesen sei. Anschließend hielt der Kanzler eine Rede zur Europapolitik vor rund 1.500 Zuhörern, ohne sich den Vorfall anmerken zu lassen oder auf ihn einzugehen. (apa/red)
