Wirtschafsbund-Generalsekretär übt im "profil" heftige Kritik am ÖAAB!
- "ÖAAB betreibt Geschäft der Opposition"
In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" weist der Generalsekretär des Wirtschaftsbundes, Karlheinz Kopf, die jüngste Kritik von ÖAAB-Vertretern an der ÖVP und der Bundesregierung scharf zurück. Kopf: "Diese Wahrnehmung des ÖAAB löst bei mir Verwunderung aus. Der Regierung vorzuwerfen, sie engagiere sich einseitig für die Wirtschaft, ist sachlich nicht richtig."
Nach Ansicht des Wirtschaftsbund-Generalsekretärs nützt die ÖAAB-Kritik der SPÖ und den Grünen: "Es kann nicht Aufgabe des ÖAAB sein, das Geschäft der Opposition zu betreiben und dieses populistische Spiel noch zu verstärken."
Laut Kopf wäre es "lohnender" für den ÖAAB, leistungsorientierte Gruppen in der Arbeitnehmerschaft anzusprechen. Kopf gegenüber "profil": "Diese Gruppe ist mit Sicherheit größer als jener Prozentsatz, den der ÖAAB jetzt bei den AK-Wahlen erreicht hat. Offenbar gelingt es ihm nicht, dieses Potenzial zu aktivieren. Dann sollen sie aber nicht andere dafür verantwortlich machen."
Wenn der ÖAAB mangelnde Kommunikation durch die ÖVP kritisiere, müsse "er sich selber an der Nase nehmen. Der ÖAAB ist ein Teil der ÖVP, und somit ist seine Kritik auch eine Selbstkritik", so Kopf im "profil"-Interview.
